Von Zeit haben wir alle immer zu wenig, vor allem auf der Arbeit. Der dauernde Gedanke "Zeit ist Geld" stresst uns und schadet unserer Gesundheit. Das sagt eine neue Studie der Universität Stanford. Wie machen wir es besser?

Viele Zeitmanagement-Ratschläge machen uns schlechte Laune: Wir sind schnell frustriert, wenn wir es mit der Zeit doch nicht hinbekommen. Wie wir trotzdem unseren Kram so erledigt bekommen, dass es uns dabei gut geht, weiß Jesta Phönix. Als Slow Business Coach berät sie Menschen, wie sie ihr eigenes Zeitmanagement finden.

Meistens sei das, was wir machen, schon sehr nah dran, an dem was für uns perfekt ist, sagt Coach Phönix. Auch wenn wir denken, es sei chaotisch oder unstruktiert. Das Leben ist voller Faktor-X–Elemente, sagt sie, deshalb gehe es beim Zeitmanagement auch nicht darum, alles immer unter Kontrolle zu haben. 

"Zeitmanagement ist immer sehr persönlich und nicht nur eine Methode, die man anwendet. Nicht gucken: Wie macht man es, sondern: Wie mache ich es?"
Jesta Phönix, Slow Business Coach

Für manche ist "einfach laufen lassen" die beste Methode und bringt ihre stärkste Arbeit hervor. Es gibt aber auch Menschen, die arbeiten lieber nach Plan.  

Onesize fits all-Lösungen gibt es nicht

Jesta Phönix glaubt nicht an Tipps, die für alle funktionieren. Mit "Eat the frog" zum Beispiel - "Mach das Unangenehme zuerst" - kämen manche erst recht nicht klar. Viele kommen schneller in die Arbeit rein, wenn sie etwas machen, worauf sie Lust haben.

"Der frühe Vogel, also früh anzufangen, funktioniert auch nicht für jeden. Kenne deinen eigenen Biorhythmus."
Jesta Phönix, Slow Business Coach

Es komme auch auf die Art der Arbeit an, sagt die Business-Trainerin: Geht es um lineares Denken, also Entscheidungen finden und logisch abwägen, oder geht es um laterales Denken, also Ideen finden? Jeder hat für das eine oder andere meist unterschiedliche Hoch-Zeiten.  Und wenn man das rausfindet, kann man entscheiden, womit man morgens anfängt.

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