Wann ist die eigentlich der beste Zeitpunkt zum Einkaufen? Das fragen sich viele, wenn sie entweder in der Schlange vorm Laden oder im Laden vor leeren Regalen stehen. Derzeit scheint es nachmittags optimal zu sein.

Wer kennt sie inzwischen nicht, die Schlange auf der Straße vor der Drogeriemarktkette DM. Der Chef der Kette, Christoph Werner, sagt, dass im Moment am Vormittag mehr Menschen als am Nachmittag dort einkaufen. Diese Beobachtung passt auch zu Entwicklungen in anderen Ländern, sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Verena von Keitz. Fazit: Besser am Nachmittag einkaufen gehen.

Einkaufsverhalten verändert sich

In den Supermärkten ist da nicht so eindeutig festzustellen. Der Vertreter von Lidl-Deutschland sagt, dass sich die Einkaufenden mehr oder weniger gleichmäßig auf die gesamten Öffnungszeiten verteilen. Bei der Rewe-Gruppe, zu der auch die Penny-Märkte gehören, heißt es, dass sich die Kundenströme verändern, aber wie, haben sie nicht mitgeteilt.

"Die großen Handelsketten sagen alle,
dass längere Öffnungszeiten zum Beispiel am Sonntag nicht geplant seien, auch weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt schon an der totalen Belastungsgrenze sind und gar nicht noch mehr arbeiten können."
Verena von Keitz, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

In den vergangenen Wochen haben die Supermärkte ihre Kunden dazu aufgerufen, ihre Einkäufe nicht wie früher am Wochenende zu erledigen, sondern diese eher in die Woche zu verlegen. Für viele Menschen ist das inzwischen kein Problem mehr, sie arbeiten im Homeoffice und können so ohnehin viel flexibler ihren Tag gestalten.

Hamsterkäufe lassen nach

Die Supermarktketten Rewe, Aldi-Nord und Aldi-Süd sagen, dass sich die Lage in den Supermärkten seit Anfang der Woche entspannen würde und die Hamsterkäufe zurückgegangen seien. Die Märkte können jetzt die Zeit nutzen, die Regale wiederaufzufüllen. Rewe meldet allerdings, dass die Einkäufe insgesamt immer noch überdurchschnittlich hoch seien. Die Menschen kaufen derzeit mehr als sonst ein.

Das hängt sicherlich damit zusammen, dass die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen, Kantinen und Restaurants geschlossen sind und sie so einfach mehr zu Hause kochen und essen.

Lage bleibt angespannt

Für die Supermärkte bleiben die kommenden Wochen eine Herausforderung. Die Kassiererinnen und Kassierer werden inzwischen mit Plexiglasscheiben vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 geschützt. Die Menschen werden beim Einkaufen in den Märkten mit Markierungen auf dem Boden erinnert, Abstand zu halten. Bei manchen Märkten wird der Zugang sogar per Türsteher geregelt, damit nicht zu viele Menschen auf einmal einkaufen.

Aldi-Nord wendet aber noch einen anderen Trick an: Dort müssen die Einkaufenden zwingend Einkaufswagen benutzen, weil sie so automatisch Abstand halten müssen. Außerdem regeln sie über die Anzahl der Wagen, die Kundenmenge im Markt, denn es werden nur so viele in den Laden gelassen, wie Einkaufswagen vorhanden sind.