• Abonnieren
  • Spotify
  • iTunes
  • Google

Mariella Mirbach ist 24 Jahre alt und wurde Anfang März mit dem Astra-Zeneca-Wirkstoff geimpft. Das Risiko einer Sinusvenenthrombose war da noch kein Thema. Inzwischen wird das Präparat nur noch über 60-Jährigen gespritzt. Wir haben mit Mariella darüber gesprochen, wie sie sich damit fühlt und wie sie auf die zweite Impfung im Mai blickt.

Es ist ein Auf und Ab in der Informationslage zum Corona-Impfstoff Astra-Zeneca. Erst waren es Menschen über 65, jetzt sind es die unter 60-Jährigen, die nicht mehr mit dem Astra-Zeneca-Vakzin geimpft werden sollen. Besonders für junge Frauen besteht ein Risiko, nach der Impfung eine Sinusvenenthrombose zu bekommen. Wie fühlen sich nun aber diejenigen, die bereits eine Astra-Zeneca-Impfung erhalten haben?

"Ich bin relativ entspannt, weil ich ja weiß, die Impfung ist bei mir jetzt schon so lange her, dass ich aus dieser akuten Risiko-Phase raus bin."
Mariella Mirbach wurde mit Astra-Zeneca geimpft

Mariella Mirbach wurde Anfang März mit dem Astra-Zeneca-Wirkstoff geimpft. "Ich arbeite im Krankenhaus, und wir wurden schon relativ frühzeitig informiert, dass wir eben bald geimpft werden können", erzählt die 24-Jährige. Sie und ihre Kollegen haben Informationsmaterial nach Hause geschickt bekommen und konnten sich dann in der Klinik impfen lassen. "Und da habe ich mich auch sehr gut aufgehoben und informiert gefühlt", sagt Mariella.

Bedenken vor der zweiten Impfung im Mai

Vor ein paar Wochen hatte auch noch niemand über die vereinzelten Fälle von Sinusvenenthrombose gesprochen, die nach einer Impfung mit dem Astra-Zeneca-Mittel aufgetreten waren. Mariella sagt aber, sie ist im Moment entspannt, weil die Phase, in der ein hohes Risiko für eine solche Thrombose besteht, längst hinter ihr liegt. Allerdings fragt sie sich, wie das wohl mit der zweiten Impfung sein wird. Die steht nämlich in ein paar Wochen noch aus. "Die ist erst für den Mai terminiert, das dauert noch ein bisschen. Aber da ja saugt man natürlich jetzt irgendwie alle Informationen auf", sagt sie.

Zur Zeit wird diskutiert, ob jüngere Menschen, die bereits eine erste Astra-Zeneca-Impfung haben, beim zweiten Mal das Präparat von Biontech bekommen können. Wenn das möglich ist, würde Mariella diese Variante bevorzugen. Sie sagt aber auch: "Wenn das nicht geht, dann würde ich aber auf jeden Fall auch die Astra-Zeneca-Impfung nehmen, damit ich einfach den vollen Impfschutz habe."

"Es ist im Moment einfach das Wichtigste, dass so viele Menschen, wie es irgendwie geht, geimpft sind."
Mariella Mirbach wurde mit Astra-Zeneca geimpft

Für Mariella hat es Priorität, dass möglichst viele Menschen möglichst bald einen Impfschutz haben. Deswegen würde sie zur Not auch eine zweite Astra-Zeneca-Impfung akzeptieren. Sie sagt, in dem Fall wäre sie dann besonders vorsichtig und würde beim leisesten Anzeichen von Kopfschmerzen ihren Hausarzt kontaktieren. "Aber bevor ich gar nicht geimpft werde und dann eben mein Impfschutz nicht vollständig ist, würde ich das Risiko in Kauf nehmen." Einen anderen Impfstoff würde sie aber bevorzugen.

"Also ich habe das Gefühl, dass es so einen Wust an Infos gibt, und man ist so ein bisschen überfordert, was jetzt wirklich stimmt und wo man sich gut informieren kann."
Mariella Mirbach wurde mit Astra-Zeneca geimpft

Mariella erzählt, dass sie nach der ersten Impfung leichte Grippe-Symptome hatte – Kopf- und Gliederschmerzen und etwas Fieber. Nicht schlimm, sagt sie: "Ich hatte letztes Jahr auch schon Corona und das war wirklich absolut gar kein Vergleich zu der Corona-Erkrankung an sich. Also, es war nach ein, zwei Tagen gegessen."