Lockdown im November, damit an Weihnachten alle nach Hause fahren können: So soll es funktionieren. Doch vieles ist ungewiss. Trotzdem es gibt einige Vorbereitungen, die jeder oder jede treffen kann, damit das Infektionsrisiko so gering wie möglich bleibt. Dieses Jahr heißt es: mehr Planung als Vorfreude.

Die Corona-Maßnahmen sind anstregend und könnten sich noch mal verschärfen, damit Weihnachten dieses Jahr nicht ausfallen muss. Denn genau das steht zu befürchten, wenn die Infektionszahlen nicht erheblich zurückgehen.

Geschenke auf den letzten Drücker in überfüllten Geschäften kaufen, in vollen Zügen nach Hause fahren und schließlich alle Angehörigen drücken, ist dieses Jahr an Weihnachten eher nicht sinnvoll.

Paketdienste wappnen sich für Rekordzuwachs

Fest steht jedenfalls: Ein normales Weihnachten wird es nicht geben. Vorbereitungen müssen nicht nur Privatpersonen treffen, auch die Post wappnet sich beispielsweise für einen Rekordzuwachs an Paketsendungen. Bereits zu Ostern, während der ersten Welle, transportierten die Paketdienste in Deutschland so viele Sendungen wie sonst nur zu Weihnachten.

"Wir stellen für Weihnachten 10.000 zusätzliche Aushilfskräfte ein und bedienen 13.000 zusätzliche Fahrzeuge. Die Bitte an die Kunden: So früh wie möglich Weihnachtsgeschenke bestellen oder verschicken! So wird es für uns einfacher."
Achim Gahr, Leiter der Pressestelle von DHL

Das bedeutet also dieses Jahr: Früh um Weihnachtsgeschenke kümmern! Generell gilt es, jeden Gang in die Stadt zum Geschenke shoppen zu vermeiden.

Vorsorglich in Quarantäne vor Weihnachten

Expertinnen und Experten sehen jeden Einzelnen in der Verantwortung: Am besten sollte jede zwei Wochen vor Weihnachten sich freiwillig in Quarantäne begeben, um die Angehörigen zu schützen.

Virologin Helga Rübsamen-Schäff ist überzeugt: Auch die Selbstquarantäne bringt nur dann etwas, wenn sie konsequent durchgezogen wird. Das bedeutet 14 Tage lang vor Weihnachten so wenig Kontakt mit anderen zu haben wir nur möglich.

Infektionsrisiko in Bus und Bahn

Die Fahrt nach Hause bleibt dennoch das größte Problem. Denn dabei ist das Infektionsrisiko besonders hoch. Abhilfe könnten dann nur Antigen-Schnelltests schaffen. Doch bisher werden diese Tests nur an Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäuser ausgegeben - die Kapazitäten reichen bisher nicht für mehr aus.

"Ich glaube, je mehr wir die Hygienemöglichkeiten wie Masken, Luftreinigung und Tests einsetzen können und konsequent anwenden, umso mehr können wir darauf hoffen, Weihnachten sorglos verbringen zu können."
Helga Rübsamen-Schäff, Virologin

Auf eine schnelle Verbreitung der Antigentests sollten wir also nicht hoffen. Viel wichtiger ist es, die Hygienemöglichkeiten zu nutzen, die wir bereits haben, meint Virologin Helga Rübsamen-Schäff.

Das sei zwar eine riesige Anstrengung, doch nur so werde es möglich sein, Weihnachten zusammen zu verbringen.