Manche Tattoos zeigen kritische Symbole oder sind einfach nicht schön. Manchmal hilft dann die Technik des Cover-ups. Die Tätowierer sollten aber wissen, was sie tun.

Auf Instagram und Pinterest sind immer wieder Bilder von Cover-Up-Tattoos zu sehen – also solchen, die ein altes Tattoo überdecken. In den USA bietet ein Tätowierer diese Technik sogar kostenlos an, wenn zum Beispiel Nazi-Symbole überdeckt werden sollen: Rassistische Schriftzeichen, Symbole des Ku-Klux-Klans oder White Power, Südstaatenflaggen.

Prinzipiell lässt sich jedes Tattoo mit einem neuen überdecken – zur Not mit einer großen schwarzen Fläche. Soll das neue Tattoo allerdings auch etwas Symbolisches oder Ästhetisches zeigen, wird es schwieriger. Dann kommt es zum Beispiel stark darauf an, welche Farbe das alte Tattoo hat.

"Wenn ich ein schwarzes Tattoo habe, kann ich das nicht mit gelb überstechen."
Boris Glatthaar, Journalist und Tattoo-Experte

"Ein Problem ist, dass man eine dunkle Farbe nicht einfach mit einer helleren überstehen kann", sagt Boris Glatthaar, Journalist und Tattoo-Experte, "wenn ich ein schwarzes Tattoo habe, kann ich das nicht mit gelb überstechen."

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Eine Option ist, das alte Tattoo vor dem Cover-Up mit Laser aufzuhellen. In der Regel sind die neuen Tattoos aber dunkler als die alten. Je mehr freie Hautfläche das alte Tattoo zur Verfügung lässt, desto kreativer und eleganter kann das Cover-Up-Tattoo am Ende aussehen.

"Auch bei Rot ist das immer mal ein Problem. Dann kann es sein, dass das Einhorm nicht mehr durch den Regenbogen hüpft, sondern wieder die Reichskriegsflagge durchschimmert."
Martin Schütz, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Schriftzeichen können unproblematisch sein, wenn sie nicht ganze Flächen bedecken. Schwierig zu überdecken dagegen ist die Schriftart "Fraktur", deren Buchstaben sehr dick sind.

Tattoo-Experte Boris Glatthaar empfiehlt, den Tättowierer sehr genau auszusuchen, weil Cover-Ups oft sehr schwierig sind. Gute Tättowierer würden immer wieder kreative Lösungen finden, um etwas zu verdecken. Auf verschiedenen Online-Portalen wird das Cover-Up auch als "Königsdisziplin" bezeichnet.