Unser Reporter David Freches wurde positiv auf Covid-19 getestet und berichtet, wie er sich verhalten hat, nachdem er dieses Testergebnis bekommen hatte.

Sein Krankheitsverlauf war zum Glück mild. Wahrscheinlich fünf Tage nachdem sich unser Reporter David Freches infiziert hatte, fühlte er sich etwas schummrig und schlapp.

Auch sein Geruchssinn war plötzlich weg. Dass dieser wieder zurückkommt, darauf wartet David nach drei Wochen allerdings immer noch. Die Quarantäne ist seit einer Woche nun aber beendet.

Wo genau David sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hatte, kann er nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Er vermutet, dass es in der Düsseldorfer Altstadt passiert ist, wo er vor circa drei Wochen erst mit einem Freund essen und anschließend in einem Pub war.

Trotz AHA-Regeln angesteckt

Die Ansteckung ist mutmaßlich in Düsseldorf passiert, obwohl David und der Freund, mit dem er unterwegs war, erst spät essen gegangen sind, Masken getragen und sich an Abstandsregeln gehalten haben.

Die Vermutung liegt nahe, weil Davids Kumpel vier Tage später hohes Fieber bekam, aufgrund seiner Vorerkrankung mit Asthma hatte er einen schwereren Krankheitsverlauf und wurde erst vor ein paar Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

"Was ist, wenn ich jetzt auch coronapositiv werden würde? Aber da ich keinerlei Symptome hatte, habe ich mir nicht wirklich große Sorgen gemacht."
Radio-Producer Alex, Deutschlandfunk Nova
PCR-Test Testergebnis
© Deutschlandfunk Nova | David Freches
So erreichte David die Nachricht, dass er positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde - seine Ärztin hatte ihm aber auch telefonisch eine Vorwarnung gegeben.

Verantwortungsvoll handeln

Weil unser Reporter David zunächst keine Symptome gehabt hatte, war er zwei Tage vor Ausbruch seiner Krankheit noch in den Radiosender gekommen, um für Deutschlandfunk Nova zu arbeiten.

Neben ihm im Raum saß der Kollege der Radio-Producer Alex. Beide waren durch eine Plexiglas-Scheibe getrennt. Am selben Abend ist er mit einem Kumpel abends noch im Auto zum Amateurfußball von Köln nach Bonn gefahren. Bei diesem Kumpel war allerdings kurz darauf die Corona-Warn-App rot und meldete eine Begegnung mit hohem Risiko. Als David Freches davon erfuhr, ließ er einen PCR-Test bei seiner Hausärztin machen.

Wenn der PCR-Test positiv ausfällt

Nachdem er sein positives Testergebnis erhalten hatte, ist David sofort aktiv geworden. Er hat diejenigen angerufen, denen er während seines Dienstes bei Deutschlandfunk Nova begegnet war.

Kurze Zeit später meldete sich dann das zuständige Gesundheitsamt bei David. Das wollte dann ganz genau wissen, mit wem er Kontakt hatte und unter welchen Umständen.

Kontakt-Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt

Da ging es dann auch darum, ob er oder die Kontaktpersonen Masken getragen hatten, ein Fenster während des Kontakts geöffnet war oder David von anderen durch eine Plexiglasscheibe getrennt war.

Denn das sind Kriterien, nach denen das Gesundheitsamt entscheidet, ob jemand eine Kontaktperson nach Kategorie I, II oder III ist.

Im Zweifel muss nicht in Quarantäne, wer die AHA + L-Regeln befolgt hat

Die AHA + L + C-Regeln sind also nicht nur wichtig, um sich nicht anzustecken. Im Zweifel sind sie fürs Gesundheitsamt auch Entscheidungsgrundlage, um festzulegen, wem eine Quarantäne auferlegt wird und wem nicht.

Im Fall von David stand es für zwei seiner Kontaktpersonen auf der Kippe. Entscheidend war in diesem Fall, dass der Kumpel im Auto während der kurzen Fahrt genau wie David auch eine Maske getragen hat. Und dass die andere Kontaktperson, unser Producer Alex, mit Abstand und durch eine Plexiglasscheibe getrennt von David entfernt saß. Zum Glück hat er auch niemanden sonst angesteckt.