Die Umfragewerte von CDU/CSU sind derzeit mäßig. Aber anstatt Schuldfragen aufzuwerfen, hat die CSU auf ihrem Parteitag Geschlossenheit mit der CDU gezeigt – und Armin Laschet applaudiert.

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat am Samstag auf dem CSU-Parteitag eine Rede gehalten. Er habe versucht, die CSU mitzunehmen, sagt Deutschlandfunk-Reporterin Katharina Hamberger: "Das, glaube ich, war wichtig, von diesem Parteitag das Signal der Geschlossenheit zu senden. Und das war hier auch allen klar." Die Rede sei extrem wichtig für Laschet gewesen, man habe das an seiner Anspannung vorher gemerkt – und an seiner Erleichterung danach.

"Es war für Armin Laschet eine wahnsinnig wichtige Rede. Man hat es gemerkt, dass er zuvor sehr angespannt war, hinterher durchaus erleichtert."
Katharina Hamberger berichtet für Deutschlandfunk Nova vom Parteitag der CSU

Armin Laschet sei in Bayern freundlich empfangen worden. "Wie ehrlich das auch immer war – aber man hat ihn beklatscht, bejubelt, dann hat er eine Rede gehalten, in der er viele Punkte angesprochen hat, die hier bei der CSU gut ankommen", sagt Katharina Hamberger. In der Rede ging es um die Themen Migration, Klimapolitik und Landwirtschaft.

Laschet betont die gemeinsame Geschichte von CDU und CSU

"Er hat ganz oft zurückgeblickt in die gemeinsame Geschichte von CDU und CSU – er hat da bestimmte Punkte angesprochen, die für die CSU wichtig sind und deren Eigenständigkeit betont", so Katharina Hamberger. Wie bereits in den vergangenen Wochen habe Armin Laschet in seiner Rede auch seinen Kontrahenten Olaf Scholz und die SPD angegriffen. Laschet warnt, dass es mit ihm möglicherweise einen Linksruck geben könnte und dass die Linken auch nicht mit Geld umgehen könnten.

"Ich würde sagen, das war schon ein Parteitag, der ein gewisses Geschlossenheits-Gefühl aussendet."
Katharina Hamberger berichtet für Deutschlandfunk Nova vom Parteitag der CSU

Auf dem Parteitag habe die CSU Geschlossenheit mit der CDU ausgesendet. Markus Söder habe zum Beispiel in seiner Rede am Vortag keine einzige Stichelei gegen Armin Laschet hören lassen. "Das war eine sehr klare Rede, wo er sich hinter Armin Laschet gestellt hat", so Katharina Hamberger.