Im Homeoffice gibt es nicht immer Firewalls wie in Unternehmen und auch der IT-Support ist nicht eben mal zur Stelle. Hacker dürften sich über die vielen Einfallstore während der Corona-Krise freuen. Hier ein paar Tipps, wie ihr eure Geräte besser vor möglichen Angriffen schützen könnt.

In diesen Wochen arbeiten viele von uns im Homeoffice. Unser Smartphone und Computer sind da meist im Dauerbetrieb. Dabei tauschen wir alle möglichen Informationen aus – private aber auch geschäftliche.

Kamera unbedingt schützen

Dass die Kameras am Laptop und Co. abgeklebt werden sollten, wissen wir eigentlich. Laut Umfrage machen das rund ein Viertel der Menschen in Deutschland. Unserem Reporter Klaus Jansen aber ist das ständige Abpiddeln mittlerweile lästig, da jetzt viel häufiger Videoanrufe mit Familie, Freunden und Kollegen anstehen. Und so wie Klaus dürfte es wohl einigen von uns gehen.

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Dabei ist das Abkleben von Kameras beim Thema IT-Sicherheit oberstes Gebot, denn Angriff-Tools für Kameras sind billig und einfach zu haben.

"Angriffs-Tools, um deine Kamera zu hacken, gibt es schon für ein paar Euro. Und die sind ziemlich einfach zu bedienen. Also ist Abkleben sinnvoll."
Klaus Jansen, Deutschlandfunk Nova

Mit dem Abkleben der Kameras ist es ein bisschen so wie mit dem Fahrrad und dem Helm, meint Klaus. Mit Helm ist es sicherer, ohne Helm praktischer. Aber alle, die sich auskennen, würden raten: Zieh einen Helm an.

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Und wenn Aufkleber nerven, dann gibt es eine Reihe an Alternativen. Einen Schieber etwa: Schieber auf, Kamera frei. Schieber zu, Kamera abgedeckt. Als Lifehack kannst du auch ein Pflaster nehmen, dass du in der Mitte durchschneidest. Die gepolsterte Stelle für die Wunde kommt dann über die Kamera. Wenn du die Kamera brauchst, dann klappst du das Pflaster einfach zurück über die Kante deines Laptops oder Tablets.

"Ein Pflaster, das du in der Mitte durchgeschnitten hast. Die weiche Stelle kommt dahin, wo die Kamera ist. Das Pflaster kannst du von oben immer wieder auf und zu klappen."
Klaus Jansen, Deutschlandfunk Nova

Wenn dir das an Schutz nicht reicht, dann kannst du bei Windows die Kamera auch über die Einstellungen ausschalten. Für Mac gibt es das kostenlose Programm Oversight. Bei Fremdzugriffen auf Mikro und die Kamera schlägt die Software Alarm.

Ziel: Hackern das Leben schwer machen

Bei Mikrofonen wird die Sache schon etwas komplizierter. Lautsprecher lassen sich oft per Knopf stumm schalten, Mikros nicht. Die radikale Lösung lautet: Treiber deinstallieren. Dann kannst du das Mikro aber nicht mehr nutzen.

Bei Mac und Windows kannst du das Mikro auch in den Einstellungen stumm schalten. Aber wer will schon ständig in den Einstellungen herumfummeln? Deswegen empfehlen einige Experten auch hierfür spezielle und oftmals kostenlose Apps, so Klaus. Hackern macht ihr das Leben damit auf jeden Fall schwerer.
"Theoretisch ist alles zu hacken. Aber damit machst du es den Hackern auf jeden Fall schon mal schwerer. Wenn es bei dir schwerer ist, suchen die sich vielleicht ein anderes Ziel."
Klaus Jansen, Deutschlandfunk Nova

Werde ich gerade gehackt?

Ob ihr Opfer eines Hacker-Angriffs seid, ist oft nur schwer mitzubekommen. Aber es gibt Hinweise, die auf einen Angriff deuten könnten: Manchmal gibt es Lämpchen neben den Kameras, die leuchten, wenn die Kamera im Betrieb ist. Doch auch die können Hacker ausschalten. Auffällig ist aber, wenn sich der Akku ungewöhnlich schnell leert oder plötzlich Programme hängen.

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Wichtig ist außerdem, dass eure Software immer auf dem neusten Stand ist. Heißt: Updates machen und auch Anti-Virenprogramme bieten einen gewissen Schutz. Um wirklich auf Nummer sicherzugehen, solltet ihr eure Geräte bei Nicht-Gebrauch komplett ausschalten und nicht einfach nur zuklappen.