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Eine Familie zieht ins neue Eigenheim. Wunderbar. Eigentlich. Im Roman "Angst" von Dirk Kurbjuweit rückt der neue Nachbar einer Familie auf die Pelle. Sehr nah. Zu nah.

Randolph Tiefenthaler, Mitte 40, Architekt, zieht mit seiner Frau Rebekka und den beiden Kindern in eine Eigentums-Altbauwohnung in Berlin. Das Glück könnte perfekt sein. Ist es aber nicht. Das Problem ist der Nachbar, der im Souterrain wohnt: Herr Tiberius. 

Der Stalker unter uns

Er stalkt die Familie, beobachtet sie, horcht sie aus, macht Patrouillen durch den Garten, schreibt Rebekka sogar Gedichte und Liebesbriefe. Die haben sie gesammelt und zur Polizei gebracht. Sie haben sich auch eine Anwältin genommen – nachdem Tiberius sie verklagt hat.

"Randolf könnte jetzt aufstehen und hinuntergehen. Er könnte die Tür einschlagen und Tiberius die Fresse polieren… Stattdessen bleibt Randolf liegen. Er ist nicht der Typ für Drohungen. Er glaubt noch immer an Gerechtigkeit."
Lydia Herms

Wie sich etwas Gutes zum Schlechten wenden kann – und gleichzeitig etwas vom Schlechten zum Guten, kann man in diesem Thriller unheimlich (!) gut nachempfinden. 

Dirk Kurbjuweit, geboren 1962 in Wiesbaden, war Redakteur der „Zeit“, seit 1999 arbeitet er für den „Spiegel“. Er hat bislang sechs hochgelobte Romane geschrieben, drei davon wurden fürs Kino verfilmt, darunter "Schussangst" und "Zweier ohne". "Angst - Der Feind in meinem Haus" wurde fürs deutsche Fernsehen verfilmt.

Das Buch

"Angst" von Dirk Kurbjuweit
Rowohlt, 252 Seiten
erstmals veröffentlicht im Januar 2013