In einem Naturschutzgebiet in Mecklenburg-Vorpommern leben inzwischen 250 Nandus. Die Straußenvögel kommen eigentlich aus Südamerika - haben hier aber optimale Bedingungen. 

Ein Nadu wird etwa 1,50 Meter groß und 30 Kilo schwer. Die Tiere besitzen zwar die größten Flügel aller Laufvögel – können aber nicht fliegen, dafür sind sie zu schwer. Aber sie sind süüüüüß-. 

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Nach Mecklenburg-Vorpommern sind sie per Zufall gekommen. Im Herbst 2.000 brachen sechs Nandus aus einem Zuchtgehege bei Groß Grönau in Schleswig-Holstein aus und flüchteten in das Wakenitzgebiet in Mecklenburg-Vorpommern. Die Konstellation mit einem Hahn und fünf Hennen war günstig und es gab viel Nachwuchs. Inzwischen leben 250 Nandus auf einem Gebiet von 150 Quadratkilometern. 

Nandus stehen unter Beobachtung

Für die Tourismusregion sind die Nandus natürlich ein super Aushängeschild. Geworben wird mit der „Erlebniswelt“ der Wakenitzniederung, in der man die exotischen Vögel in freier Wildbahn entdecken kann. Gejagt werden dürfen sie nicht, denn nach dem Bundesnaturschutzgesetz stehen Nandus unter besonderem Schutz. 

"Die Tiere genießen mittlerweile den Status einer heimischen wild lebenden Tierart, obwohl sie ja eigentlich aus Südamerika stammen."
Deutschlandfunk-Nova-Biologe Mario Ludwig

Allerdings steht der Nandu auf einer sogenannten „Grauen Liste“, sprich, er steht unter Beobachtung durch Behörden. Naturschützer befürchten nämlich, dass die Laufvögel aus Südamerika negativen Einfluss auf das sensible Ökosystem des Naturschutzgebietes Wakenitzniederung haben könnten, etwa indem sie mit der Zeit zu Nahrungs- und Lebensraumkonkurrenten für heimische Großvögel werden könnten. Oder, indem sie die Gelege von bodenbrütenden Vögeln, wie etwa dem Ziegenmelker oder der Heidelerche plündern. Allerdings haben sich diese Befürchtungen nach Feldforschungen und Magenuntersuchungen bisher nicht bestätigt.