Cookies speichern viele Daten, die man nicht unbedingt preisgeben will. Der Widerspruch ist oft mühsam. Google macht es Nutzenden zukünftig leichter, der Cookie-Speicherung zu widersprechen.

Seit 2018 begegnet uns vor dem Öffnen vieler Webseiten ein Hinweis zum Einsatz sogenannter Cookies. Das sind kleine Textinformationen wie die IP-Adresse, Zeit und Ort des Zugriffs und einiges mehr über den User/die Userin, die gespeichert werden – wenn man nicht widerspricht. Die Infos werden eingesetzt, um beispielsweise personalisierte Werbung anzuzeigen.

2018 trat eine EU-Verordnung in Kraft, die das Grundrecht auf Privatsphäre von Internetnutzenden schützen soll. Seitdem sind Webseiten-Betreiber*innen verpflichtet, uns die Möglichkeit zu geben, der Verwendung von Cookies zu widersprechen.

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen klagt gegen Google

In der Theorie klingt das zunächst mal gut. Doch Cookie-Banner nerven. Weil es schneller geht, stimmen wir der Datenspeicherung meistens zu.

Google wird aber bald auf seinen Webseiten einen "Alle-Cookies-ablehnen-Button" einführen. Ganz freiwillig macht der Konzern das nicht: Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat gegen Googles intransparente Cookie-Banner geklagt.

In der Klage heißt es, dass es "oft mühsam" einzustellen sei, welche unserer persönlichen Informationen von Google verarbeitet werden dürfen.

Google verstößt gegen deutsches Gesetz

Die Verbraucherzentrale meint, dass man den für Google nützlichen Cookies recht leicht zustimmen kann. Wenn man damit nicht einverstanden ist, muss man dagegen vergleichsweise viele Klicks machen.

Rechtlich gesehen verstößt Google damit gegen das deutsche Telekommunikations-Telemedien-Datenschutz-Gesetz (TTDSG) und auch gegen EU-Richtlinien zum Datenschutz. Behörden müssen diese Regeln zum Datenschutz aber erst mühsam einklagen, damit sie durchgesetzt werden.

Das kann allerdings eine Weile dauern. "Weil sich in Deutschland und anderen Ländern so viele Klagen gesammelt haben, hat Google nun offenbar eingelenkt", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Martina Schulte.

"Weil sich in Deutschland und anderen Ländern so viele Klagen gesammelt haben, hat Google nun offenbar eingelenkt."
Martina Schulte, Deutschlandfunk Nova