Vor ein paar Jahren haben viele Redaktionen Datenteams aufgebaut. Kritiker sagen jetzt: Mehr als ein paar Journalistenpreise gab es für sie nicht zu gewinnen. Doch stimmt das? Ein Werkstattbericht bei der Süddeutschen Zeitung.

Vor einigen Jahren wurde Datenjournalismus als Innovation gefeiert. Viele Redaktionen haben Datenteams eingeführt, aber was hat es gebracht? Aufwendige Prestigeprojekte haben Journalismuspreise gewonnen. Aber gab es auch überhaupt genügend Zuspruch durch die Nutzer, der den Aufwand rechtfertigt?

Zuletzt gab es hier und da die Kritik, Datenjournalismus sei nur ein Hype. Selbst ein Datenjournalist kam zu dem Schluss: Das Genre würde in Deutschland stagnieren. Einspruch kommt von Vanessa Wormer. Sie leitet das Datenteam der Süddeutschen Zeitung.

"Wir verstehen uns bei der SZ vor allem als programmierende Journalistinnen. Wir nutzen Technologie, um Recherchen voranzutreiben oder erst zu ermöglichen. Die Datenjournalismus-Projekte, die dabei im letzten Jahr entstanden, sind so vielfältig wie noch nie."
Vanessa Wormer, Head of Data & Digital Investigations SZ

Vannessa Worner ist zu Besuch in unserem Medienmagazin und bringt einen Werkstattbericht von der Süddeutschen Zeitung mit: Sie berichtet, wie sich der Datenjournalismus weiterentwickelt hat und welche Rolle er tatsächlich im journalistischen Alltag des Medienhauses einnimmt.

Weitere Themen in dieser Sendung

Ausgerechnet – die Berichterstattung über das geleakte Frame-Manual der ARD glänzte mit schiefen Frames. Und: Abschied von Karl Lagerfeld, wir schauen noch mal auf seine Bonmots und was Medienmacher von ihm lernen können.

Was mit Medien im Netz

Unser wöchentliches Medienmagazin gibt es auch als Podcast. Abonniert "Was mit Medien" via iTunes oder RSS-Feed. Auch nach der Sendung könnt ihr mit uns direkt und mit unseren Moderatoren Daniel Fiene und Herr Pähler über Twitter kommunizieren. Ein Protokoll der Sendung gibt es auch per Newsletter.