Sophoeurn verliebt sich in eine Frau - und das ist für ihn das furchtbarste Gefühl auf der Erde. Er ist Mönch. Die einzige Frau, die er anfassen darf, ist seine Mutter. Es dauert viele Jahre, bis er sich für die Liebe und gegen seine Mönchskutte entscheidet.

Kambodschas Mönche müssen strengen Regeln folgen. Sie dürfen nur zwei Mahlzeiten am Tag essen, die aus den Spenden gekocht werden, die Kambodschaner morgens in ihre Bettelschalen legen. Keine Popmusik, kein Fußball, keine Süßigkeiten. Und keine Frauen. Sophoeurn befolgt diese Regeln mit Überzeugung. Und dann kommt Nakry in den Tempel.

Liebe. Einfach furchbar.

Sophoeurn erwischt es. Er darf Nakry nicht anschauen, in den ersten zwei Jahren sprechen sie nicht einmal miteinander. Aus dem ausgeglichen Mönch wird ein Teenager mit Liebeskummer. Er versucht, seine Gefühle zu bekämpfen. Sie wegzubeten, wegzufasten oder wegzumeditieren. Denn seine aufrichtige Liebe empfindet er schlichtweg als furchtbar.

"Diese Verliebtheit war eine Besessenheit. Ein äußerst egoistisches Gefühl. Ich wollte, dass es aufhört. Aber es ging nicht! Als sei ich krank."
Sophoeurn über die Liebe

Irgendwann gibt der Mönch den Kampf gegen seine Gefühle auf. Er sieht ein, dass es für ihn einen anderen Lebensweg als den Buddhismus gibt.

"Bei euch im rationalem Westen, wo ihr an nichts mehr glaubt, ist die Liebe das Einzige, was heilig ist.“
Sophoeurn über die Liebe

Am Ende der Geschichte von Sophoeurn und Makry steht ein Happy End. Kein klassisches, wie wir es aus Hollywood und Bollywood kennen, aber sie heiraten. Und dann gibt es endlich auch den Kuss: nach dem Ja-Wort. Und nach sechs Jahren, die sie umeinander herum geschlichen sind.