Rund 85.000 Menschen leben in Deutschland mit dem HI-Virus, das unbehandelt AIDS auslöst. Wer diagnostiziert ist und seine Medikamente regelmäßig nimmt, hat heute die gleiche Lebenserwartung wie ein HIV-negativer Mensch. In Eine Stunde Liebe erzählen Alexandra und Michael vom Leben mit dem Virus, von unveränderten Vorurteilen und mangelnder Aufklärung.

"Viele Menschen wissen nicht, dass man nicht mehr ansteckend ist, wenn man in HIV-Therapie ist."
Alexandra aus Aachen, HIV-positiv

Alexandra lebt schon 15 Jahre mit dem Virus. Ihr geht es sehr gut, Dank moderner Medikamente. Sie muss jeden Tag eine Pille nehmen. Bei Michael aus München ist die Diagnose erst einige Jahre her. Auch ihm geht es heute gut. Er muss jeden Tag zwei Tabletten schlucken.

"Wann man dem Partner von seiner HIV-Infektion erzählt, dafür gibt es kein Patentrezept. In der schwulen Community ist das Wissen zum Glück inzwischen recht hoch."
Michael aus München, HIV-positiv

Michael und Alexandra engagieren sich bei der Initiative "Sprungbrett" der Deutschen Aidshilfe als sogenannte "Buddies": Sie beraten und helfen bundesweit Menschen, die gerade erst von ihrer Infektion erfahren haben. Sie begleiten sie, vermitteln kompetente Ärzte und reden mit ihnen über Ängste. Alexandra und Michael wünschen sich insgesamt mehr Aufklärung, auch über neue HIV-Präventionsmethoden, wie zum Beispiel die Postexpositionsprophylaxe, kurz „Prep“.

Im Liebestagebuch bringt euch Sarah (Name geändert) über ihre Dates auf den neusten Stand.