Die Generation Y lebt frei nach dem Motto "You only live once" - und genauso geben wir auch unser Geld aus. Für Reisen, Essen, Klamotten. Davon profitieren bestimmte börsennotierte Unternehmen.

Manche Unternehmen entsprechen dem Lifestyle der Generation Y besonders: Essen, Rausgehen, Reisen, Fitness, Internet. Aber nicht nur diese Unternehmen profitieren vom Lifestyle der Generation Y, sondern auch indirekt eher langweilige Unternehmen wie BASF, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Martin Weber von der Uni Mannheim.

"Das eine sind junge Unternehmen, die versuchen aufzusteigen. Bei manchen traditionellen Unternehmen muss man sehen, ob die an solchen Trends beteiligt sind."
Martin Weber, Wirtschaftswissenschaftler Uni Mannheim

Unternehmen müssen schneller sein als die Trends

Ein gutes Beispiel ist die Handysparte, sagt Martin Weber, die für Siemens eine wichtige Rolle spielte. Wenn Unternehmen in solchen Entwicklungsphasen nicht aufpassen und sich den Trends anpassen, stehen sie schnell hinten an.

"Das ist immer so. Die Märkte ändern sich durch Generationen. Wenn jemand heute sagt, ich war vor 200 Jahren gut in der Produktion von Kutschen, nutzt ihm das auch nichts mehr."
Martin Weber, Wirtschaftswissenschaftler Uni Mannheim

Fonds dürfen nicht gehypet werden

Vorstellbar wäre auch ein Themenfond für die Generation Y. Da könnten alle Unternehmen dran teilhaben, die die Lifestylebedürfnisse der Generation Y befriedigen. Ob solch ein Fond dann erfolgreich am Markt wird, steht in den Sternen. Martin Weber würde in so einen Fond eher nicht investieren, sagt er. "Wer in spezielle Dinge investiert, bei denen es an Vielfalt mangelt, trägt ein höheres Risiko." Zudem seien solche Fonds oft mit hohen Erwartungen verbunden. Das wiederum lässt die Preise in die Höhe steigen - und dann ist es schwer überhaupt noch etwas mit so einem Fond zu verdienen.

"Unternehmen, die diese emotionalen Geldausgaben bedienen, sind jetzt schon an der Börse relativ hoch bewertet. Da steckt keine neue Information drin, und darum können wir keine besonderen Renditen erwarten."
Martin Weber, Wirtschaftswissenschaftler Uni Mannheim