1946 riefen die Gründungsväter der drei Jahre später gegründeten DDR die "Freie Deutsche Jugend" ins Leben. Ab 14 Jahren sollten die Jungen und Mädchen auf die Ziele der "Ostzone" eingeschworen werden.

Die FDJ trat für die Einheit Deutschlands und einen sozialistischen Staat ein, der auf dem Boden sowjetischen Besatzungszone entstehen sollte. Aber auch in Westdeutschland gab es 30.000 Jugendliche, die sich in FDJ-Gruppen organisierten und damit den Argwohn der Verfassungsorgane auf sich zogen. Im Juli 1954 wurde daraufhin die FDJ in der Bundesrepublik als verfassungsfeindlich verboten.

"Direkt gezwungen wurden wenige, es war im Grunde ein gesellschaftliches Ritual Mitglied der FDJ zu werden. Man passte sich auf diese Weise unseren gesellschaftliche Strukturen an. Schwierig war es, in der FDJ aktiv zu sein - und noch schwieriger, sich gegen die FDJ zu wenden."
Eberhard Aurich, letzter Vorsitzender der FDJ

Ihr hört in Eine Stunde History:

  • Eberhard Aurich, letzter Vorsitzender der FDJ, über die Ziele der FDJ und sein Engagement für die Staatsjugend der DDR
  • Ulrich Mählert arbeitet bei der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und erklärt die Rolle der FDJ innerhalb der sozialistischen Staatsordnung
  • DRadio-Wissen-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über die Geschichte der FDJ in beiden deutschen Staaten