Deena kann keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nehmen - zumindest in Uganda. Da ist sie mittlerweile viel zu bekannt. Was sie aus Baden-Baden nach Kampala gebracht hat, erzählt sie Sven Preger in Eine Stunde Talk.

Deena (mit bürgerlichem Namen Sabrina Herr) ist einfach auf die kleine Bühne gestiegen. Das war nicht so ungewöhnlich für Sabrina, denn sie hat immer Musik gemacht und in verschiedenen Bands gespielt. Doch dieser eine Abend in einer Bar in Uganda hat ihr Leben verändert. Denn im Publikum saß ihr heutiger Manager. Er sprach sie nach ihrem Auftritt an - heute sind die beiden ein erfolgreiches Duo.

"Ich bin nicht nur weiß. Das reicht nicht."
Deena über ihren Erfolg in Uganda

Aus Sabrina Herr wurde die Pop-Sängerin Deena. Die 23-Jährige singt auf Luganda. Ihr erster Hit war Mumulete, was übersetzt in etwa "bringt ihn zu mir" bedeutet. Als sie das fertige Video eines Abends ins Netz stellte, hatte es am nächsten Morgen reichlich Klicks und es gab mehrere Anfragen verschiedener Fernsehsender. Ein Teil der Faszination ist auch ihre Hautfarbe: Deena ist weiß.

2012 verbrachte Sabrina nach dem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr in Ruanda. Unter anderem arbeitete sie in Projekten mit Kindern. Ob sie das noch einmal würde? Deena ist sich unsicher. Sie findet es unfair, dass sie zwar nach Ruanda reisen darf, aber aus Ruanda kaum jemand nach Deutschland kommen darf, denn es gelten strikte Visaregeln.

Die Sängerin Deena bei einem Bühnenauftritt in Uganda.
© Deena
Deena kann nicht einfach nur singen - sie singt tatsächlich akzentfrei auf Luganda.

Deena hat auf jeden Fall die Chance genutzt und ist herumgereist. Eben auch nach Uganda - und zwar bis in diese Bar, in der ihre Karriere begann. Sie will mit ihrer Musik Menschen miteinander verbinden und die Musik aus Uganda in die Welt tragen. "Das wollte alles raus", sagt sie.

Deena erzählt von ihrer Hautfarbe, ihrer Musik und was in Zukunft noch so alles raus will.