Wenn wir Blumen auf der Wiese pflücken, kosten sie kein Geld. Mit etwas Mühe können wir sie richtig trocknen und so lange haltbar machen.

Als Kind haben es viele von uns wahrscheinlich schon einmal probiert: Blume pflücken, zwischen zwei Blätter Papier legen und in die Mitte eines dicken Buches packen. Dieses wird mit ein paar weiteren Schmökern beschwert. Ein, zwei Wochen warten, bis die Blume platt und trocken ist.

Welche Blumen sich eignen

Einige Gräser, Pflanzen und Blumen eignen sich besser, andere schlechter, sagt der DIYler und Deutschlandfunk-Nova-Netzbastler Moritz Metz. Nicht so gut zum Trocknen geeignet sind Blumen mit etwas fleischigeren, feuchteren Blättern wie Tulpen und Lilien.

Vor allem Stroh- und Wiesenblumen mit wenig Feuchtigkeit findet man Blumen, die sich gut trocknen lassen. Das sind etwa: Rosen, Schafgarben, Hortensien, Heidekraut, Eukalyptus, vielen Gräser und Weizenähren.

Blumen trocknen – verschiedene Methoden

Alt bewährt: Kopfüber aufhängen

Eine recht einfache Methode ist es, die Blumen oder zusammengebundenen Sträuße an einer Schnur kopfüber zum Trocknen aufhängen. Das hat den Vorteil, dass sie in Form bleiben und auch beispielsweise nicht die Köpfe hängenlassen. Ihr solltet sie am besten da aufhängen, wo es warm und zugig ist, oder im Winter auch über der Heizung. Achtung: Zu viel Sonnenlicht kann die Blumen ausbleichen.

Generell gilt: Wenn die Blumen rascheln und die Blätter sich zwischen den Fingern zerreiben lassen, sind die Blumen durchgetrocknet.

Für Bequeme: In der Vase trocknen

Wer keine Zeit und Lust hat, die Blumen aufzuhängen, kann versuchen sie in der Vase zu trocknen. Dafür gießt ihr das Wasser ab. Moritz Metz findet, dass die Blumen beim Trocknen schon hübsch anzusehen sind. Das kann aber schon ein paar Wochen dauern.

Für Eilige: In den Backofen

Wer möglichst schnell ein Ergebnis erzielen möchte, kann die Blumen eine Stunde lang bei 40 Grad oder eine halbe Stunde bei 80 Grad im Backofen trocknen. Dabei sollte ihr die Klappe offenlassen, damit die Flüssigkeit verdampfen kann. Abkühlen lassen, fertig.

Eine andere Methode, die recht schnell zu einem Resultat führt: Ihr könnt die Blumen mit einem speziellem Trockensalz in einem Behälter trocknen. Allerdings ist das wahrscheinlich nicht ganz so umweltfreundlich wie die Methoden, die auf solche Hilfsmittel verzichten.

Haltbarkeit und Pflege

Um die Farben und die getrockneten Blumen zu konservieren, könnt ihr sie auch mit Haarspray fixieren. Moritz Metz rät zu einem geruchlosen Spray. Allerdings solltet ihr sie dann nicht mehr im Biomüll entsorgen.

Wenn eure Trockenblumen staubig sind, könnt ihr sie vorsichtig mit einem Staubwedel vom Schutz befreien. In der Regel halten Trockenblumen auf diese Weise mehrere Jahre lang.

Wie nachhaltig Trockenblumen sind

Trockenblumen sind auf alle Fälle nachhaltiger als frische Schnittblumen, die man nach ein bis zwei Wochen entsorgen muss.

Bei gekauften Blumen ist es immer schwer zu sagen, wie nachhaltig sie sind, sagt Moritz Metz. Es kann sein, dass Blumen, die ihr im Laden kauft, viele tausend Kilometer weit transportiert wurden. Auch die Umstände unter denen sie gezüchtet wurden, können bei der Nachhaltigkeit eine Rolle spielen. Wie viel Pestizide gespritzt und wie viel Wasser verbraucht wurde beispielsweise. Und auch die Arbeitsbedingungen für die Menschen, die die Pflanzen gepflegt und verarbeitet habe, darf man dabei nicht unbeachtet lassen.

Zudem kommen gelegentlich auch Chemikalien zum Einsatz, um Blumen zu bleichen und zu färben.

Nachhaltiger ist es, selbst Blumen zu pflücken. Es gibt aber auch geschützte Pflanzenarten.