Der Dinkel wird knapp. Während wir für Dinkel- und Grünkernprodukte den Biomarkt stürmen, ist das Getreide international ein Ladenhüter. Ein Problem für deutsche Bauern.

Auch schon bemerkt? Wer zurzeit beim Bäcker nach Dinkelbrötchen fragt, hört immer öfter: Haben wir nicht. Das Getreide ist beliebt und die Bauern kommen kaum mehr nach, Bäcker mit Dinkel zu versorgen. Kein Boom, sondern kontinuierliches Wachstum. In den vergangenen zehn Jahren gab es einen Zuwachs von etwa 10 Prozent pro Jahr, erzählt Friedrich Longin von der Uni Hohenheim.

Besonders beim Bio-Dinkel könnte es in diesem Jahr eng werden. Die Folge: hohe Preise für Dinkel und vielleicht sogar ein Engpass. Insgesamt dürfte die Ernte durchschnittlich ausfallen. Im Süden und Osten war es ein bisschen zu trocken. Das Rekordjahr 2014 in dem die Landwirte 52 Millionen Tonnen Dinkel einholten, dürfte also nicht erreicht werden.

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Grundsätzlich gilt: Die meisten Bauern bauen Weichweizen an, weil sich der weltweit sehr gut verkaufen lässt. Bei spezielleren Arten wie Dinkel oder Emmer sieht die Sache global betrachtet anders aus. iIn Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Dinkel der feuchte Traum von Biomarktkunden - und der Rest der Welt weiß gar nicht, was das ist. Ein Problem für deutsche Landwirte: Import-Export ist nicht. Wenn bei uns die Dinkel-Nachfrage steigt, können sie international also nichts zukaufen, wie sie das bei anderen Weizensorten machen.

Höchste Qualität im Labbertoast

Das klassische Weizengeschäft läuft nämlich so: Deutsche Händler verkaufen die höchste Qualitätsstufe in Ausland und importieren mindere Qualität. Grundsätzlich gilt: Der High-End-Weizen ist fürs berühmte deutsche Brot gar nicht so wichtig: Er wir vor allem zu labbrigen Toast oder Burger-Brötchen verarbeitet, die ewig halten sollen.