Frohes Neues Jahr! In China ist das Jahr des Hahns angebrochen - des Feuer-Hahns, um genau zu sein. Aus diesem Anlass haben wir den sechsfachen Deutschen Meister im Geflügelzüchten gefragt, wie der perfekte Hahn sein muss.

Auf die richtige Größe kommt es an

Der perfekte Hahn muss zu seinen Hennen passen. Es gibt viele verschiedene Arten von Hühnern. Manche sind sehr klein, andere wiederum außergewöhnlich groß. Man unterscheidet:

  • Zwerghühner, verzwergte Rassen
  • Ur-Zwergrassen
  • Großrassen

Die größte Hähne der Welt gehören zur Brahma-Rasse: eine sehr alte Rasse, die wahrscheinlich in Nordamerika entstanden ist. Ein Hahn ist durchschnittlich 80 Zentimeter groß und wiegt rund fünf Kilogramm, Hennen ungefähr ein halbes Kilo weniger. Chabo-Hühner zählen zu einer der kleinsten Zwerghuhn-Rassen: Hennen wiegen rund 450 Gramm. Siegfried Machemehl ist sechsfacher Deutscher Meister im Geflügelzüchten. Seine Lieblingsrasse sind die Zwerg-Brakel.

Sind zu wenig Hühner da, werden sie vom Hahn "durchgetreten"

Bis zu zehn Mal in der Stunde versucht ein Hahn, sich mit seinen Hennen zu paaren. Er "tritt" die Hühner, das heißt, er springt ihnen auf den Rücken. Ist der Hahn zu groß, werden die Hühner von ihm "durchgetreten". Das bedeutet, dass sie das Sattelgefieder auf dem Rücken verlieren und dabei auch verletzt werden können. Am besten ist es, wenn ein Hahn um die fünf Hennen in seinem Stamm hat, denn dann versucht er sich immer wieder mit unterschiedlichen Hühnern zu paaren.

Kommt ein Hahn neu in eine feste Hühnergruppe, muss er sich erst einmal den Respekt der Alphahenne verschaffen. Gelingt ihm das, hat er die Möglichkeit sich als Hahn in der Gruppe durchzusetzen. Zur artgerechten Haltung von Hühnern gehört dazu, dass es einen Hahn in der Gruppe gibt.

Der Hahn stellt sich der Gefahr

Er sorgt dafür, dass die Hühner zusammenbleiben und sich nicht zu weit entfernen. Er warnt auch die Hühner davor, wenn Gefahr droht. Und wenn ein Greifvogel angreift, bleibt der Hahn auf der Wiese stehen, während die Hennen sich verstecken. Auch wenn der Hahn versucht, seine Hühner zu schützen, kann er natürlich nichts gegen einen Greifvogel ausrichten. Er opfert sich ungewollt und lenkt dadurch den Fressfeind von den Hennen ab.