• Abonnieren
  • Spotify
  • iTunes
  • Google

1.000 Quadratmeter Insel und Strände, nicht mal 100 Kokosnuss-Palmen, strahlend türkises Meer drumherum – das ist das Reich von Nikolaus, der sich gemeinsam mit seiner Freundin eine karibische Insel gekauft hat. Corona und die Liebe machten zwar einen Strich durch die Pläne eines nachhaltigen Ferienparadieses. Aber gescheitert ist er nicht, sagt er.

Das Leben im Paradies kann tückisch sein. Etwa, wenn es etwa mal wieder aus Kübeln gießt und beide Mobilfunkmasten zwei Tage den Dienst quittieren. Aber jenseits dessen scheint es doch ziemlich traumhaft zu sein auf Nikolaus' Insel.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Eine eigene Insel? Richtig gehört! Nikolaus Magnus ist Inselbesitzer. Das war eigentlich nie sein Plan, sagt er, aber dann kam die Liebe. Hier die Geschichte von vorne: 2008 absolviert Nikolaus seinen Auslands-Zivildienst in Panama. Der Job in der Schule ist nicht sonderlich interessant, meint er, aber trotzdem verändert der Aufenthalt dann sein Leben.

Eine Reise verändert alles

Denn am Ende macht er eine Reise durch Panama. Die führt ihn nach Guna Yala, eine Region an der atlantischen Nordküste Panamas. Und dort findet er nicht nur hunderte traumhafte Inselchen, sondern auch seine Liebe. Sie ist die Schwester seines Guides und gehört dem Volk der Guna an, den Ureinwohnern Panamas.

Nach dem Treffen will Nikolaus immer weniger zurück nach Hause, erzählt er rückblickend. Und dann lässt er es ganz. Die beiden verlieben sich, bauen sich eine Hütte in einem Dorf. Irgendwann treffen sie eine Gruppe von Leuten, die ihre Insel verkaufen wollen – ein kleiner Punkt mitten im türkisblauen Nirgendwo, zwei Stunden von Panama City entfernt.

"Das war eine sehr sehr kleine Insel – vielleicht 90 Kokosnüsse und 1.000 Quadratmeter oder so."
Nikolaus Magnus, Inselbesitzer in Panama

Die beiden reisen hin, inspizieren die Insel von oben und von unten - mit dem Schnorchel. Schnell ist klar: Das muss unsere Insel werden, hier bauen wir ein nachhaltiges Ferienparadies auf! Nur leider ist der aufgerufene Preis zu hoch für die beiden, der Traum platzt. Vorerst.

Eine Insel zum Schnäppchenpreis

Denn dann passierte etwas Unerwartetes: Monate später kommt überraschend einer der Besitzer auf Niko zu und macht ihm ein neues Angebot – und das beträgt nur noch ein Zehntel des Preises von damals.

"Die einzig wirklich nachhaltige Lösung auf so einer Insel ist ein Kompostklo, das man auf dem Festland leert."
Nikolaus Magnus, Inselbesitzer in Panama

Die beiden machen sich an die Verwirklichung ihres Plans und bauen eine nachhaltige Feriensiedlung auf. Anfangs läuft alles wie von selbst – nicht mal werben müssen sie, Mundpropaganda allein spült ihnen die Gäste an den Strand. Aber dann kommt Corona – und damit die Vollbremsung. Und auch die Liebe kriselt...

"Ich bin schon ein Teil von hier geworden."
Nikolaus Magnus, Inselbesitzer in Panama

Nach 13 Jahren geht Nikolaus nun bald wieder nach Österreich zurück, seine Tochter begleitet ihn. Aber den Großteil seines Erwachsenenlebens hat er mittlerweile in Panama verbracht, sein Sozialleben ist hier. Als Scheitern empfindet er seine Zeit dort nicht.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Was Nikolaus und seine Freundin für die Insel bezahlen mussten, was aus dem Ferienparadies und der Beziehung geworden ist, wie es sich dort unter Corona-Bedingungen lebte und wie Nikolaus als Österreicher von den Guna angenommen wird, erzählt er im Early-Bird-Gespräch mit Christian Schmitt. Außerdem führt er uns durch seinen Garten und erklärt, warum sein Haus keine Wände hat, so dass die Vögel einfach durchflattern können... Für das ganze Interview klickt oben auf Play.