Wer in die Antarktis fährt, braucht warme Sachen - unser Reporter hat den Südpol-Look in einer Kältekammer ausprobiert.

Es ist kein Bikini-Urlaub, den wir für euch gerade im Angebot haben in unserer Tapfertypen-Aktion: Wer in die Antarktis fährt, braucht warme Sachen - für Temperaturen um die Minus 20 Grad. Unser Reporter Alexander Franz hat bei Michael Tiemann nachgefragt. Er macht gerne Urlaub, wo es kalt ist - unter anderem fährt er Hundeschlitten am Polarkreis. Michael arbeitet außerdem beim Outdoor-Spezialisten Globetrotter in Köln - und dort gibt es auch eine Kältekammer, in der Kunden ihre Ausrüstung testen können.

Michael setzt bei großer Kälte auf das Schichtsystem. Direkt auf der Haut Merino-Unterwäsche, die wärmt, auch wenn sie feucht ist. Dann eine zweite Schicht, die aus Fleece bestehen kann und wenn es ganz kalt wird, zieht er noch eine Daunenjacke und -hose drüber. Dazu noch Mütze, Handschuhe und wärmeisolierte Schuhe und - ganz wichtig bei großer Kälte - vier Mal am Tag die Socken wechseln, weil die durch den Schweiß schnell feucht werden.

"Ich fand die Klamotten waren so eine Mischung aus stylisch und demütigend."
DRadio-Wissen-Reporter Alexander Franz
Alexander Franz und Michael Tiemann in der Kältekammer
© Alexander Franz
Alexander Franz und Michael Tiemann in der Kältekammer

Unserem Reporter hat Michael vor dem Gang in die Kältekammer eine eine dicke, hellblaue Daunenjacke angezogen. Außerdem eine Mütze mit Fellimitat und Ohrenklappen. Und untenrum? Normale Boxershorts reichen nicht mehr. Eine lange Unterhose mag nicht sexy sein, ist aber unverzichtbar in der Antarktis.

"Die Baumwollunterhosen aus Frottee von der Bundeswehr würde ich nicht empfehlen."
Michael Tiemann vom Outdoor-Spezialisten Globetrotter in Köln

Und dann hat Michael noch einen ganz wichtigen Tipp parat: Auf die Ernährung achten. Immer genügend trinken am besten etwas Warmes. Dazu braucht der Körper bei großer Kälte auch viele Kohlenhydrate. Beim Proviant solltet ihr darauf achten, dass er nicht einfrieren kann. Gummibärchen mutieren in der Antarktis schnell zum Eisbonbon und die Salami kriegt ihr nur noch mit der Knochensäge klein.

Anschließend ging es für unseren Reporter in die Kältekammer. Bei Minus sieben Grad war es erst noch ganz angenehm. Aber dann hat Michael den Ventilator angeworfen. Denn auch in der Antarktis bläst es ganz ordentlich