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Die Sim-Karte wird 30 Jahre alt. Sämtliche Handygenerationen hat sie überlebt. Doch bald wird die kleine Chipkarte abgelöst.

Die Sim-Karte ist 30 Jahre alt. Noch heute ist in fast jedem Smartphone eine Nano-, Micro-, oder Mini-Sim-Karte enthalten. Sim steht für Subscriber Identity Module - die Karte sorgt quasi dafür, dass ein Smartphone mit dem entsprechenden Datentarif und der Telefonnumer verknüpft wird.

Ende der Sim-Karte

Schon länger gibt es die Bestrebung, die physische Sim-Karte, die man meistens seitlich ins Handy schiebt, loszuwerden - unter anderem, damit die Smartphone-Hersteller den Platz für etwas anderes nutzen und die Geräte einfacher staub- und wasserdicht gemacht werden können.

Die Zukunft könnte deshalb der E-Sim gehören, also der elektronischen Sim-Karte. Die ist unsichtbar und besteht aus einem digitalen Zahlencode.

Unter anderem Apple versieht neue Smartphones mit der Möglichkeit der E-Sim, beziehungsweise gleich zwei davon. Wenn sich zwei E-Sim-Profile hinterlegen lassen, können auf dem selben Gerät zwei Telefonnummern verwaltet werden, zum Beispiel die private und die geschäftliche. Auch das ist heute schon möglich - bei Handys mit zwei Slots für zwei Sim-Karten.

"Das neue iPhone 13 bietet erstmals die Option, zwei E-Sim-Profile gleichzeitig einzusetzen. Das ist ein großer Fortschritt. Man kann jetzt zum Beispiel private und dienstliche Nummer ohne physische SIM-Karte auf das Handy programmieren."
Andreas Noll, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Eine weitere Neuerung durch die E-Sim-Karte gibt es im Herbst. In Deutschland kann sie prinzipiell nämlich die Funktion unterstützen, die Daten des elektronischen Personalausweises auf dem Handy zu speichern. "Dann kann man sich mit dem Handy amtlich ausweisen", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Andreas Noll. In Zukunft könnte der Führerschein dazu kommen.

Noch keine Marktdurchdringung der E-Sim-Karten

Bislang konnte sich der E-Sim-Standard gegenüber der physischen Sim-Karte noch nicht behaupten, da bisher nur die teuren Handys die E-Sim-Funktion unterstützen. Dem neuen Standard fehlt noch die große Marktdurchdringung. Wer schon ein E-Sim-fähiges Smartphone besitzt, kann ohne Probleme umsteigen. Die großen Netzprovider haben E-Sim-Karten im Programm.

"Die drei großen Mobilfunkanbieter in Deutschland haben die E-Sim im Angebot. Die kann man buchen. Wenn man ein E-Sim-fähiges Handy besitzt, ist das kein Problem."
Andreas Noll, Deutschlandfunk-Nova-Reporter