Am Anfang stand das Tamagotchi: Wir haben es gefüttert und gestreichelt, damit es überlebt. Heute gibt es Roboter, die mit uns leben und die wir lieben. Aber können die auch fühlen?

Sie sehen aus wie Zwillinge, sind aber keine: Die Person neben Hiroshi Ishiguro (oben rechts auf dem Foto) ist Geminoid - ein Roboter und Hiroshi Ishiguros Doppelgänger.

Roboter - mit Gefühlen?

Geminoid wird über eine Fernbedienung gesteuert - und wenn man ihn so im Video betrachtet, wird schnell deutlich: Geminoid kann es mit dem echten Menschen noch lange nicht aufnehmen. Genau das wollen Wissenschaftler wie Hiroshi Ishiguro aber erreichen. Sie wollen Roboter bauen, die Emotionen ausdrücken können. Einige Versuche gibt es schon:

  • Der japanischen Mobilfunkkonzern Softbank will ab Februar 2015 mit dem Verkauf von Pepper beginnen. Pepper ist ein Entertainment-Roboter und soll kontinuierlich dazulernen. Die Zielgruppe: ältere, einsame Menschen.
  • Jibo ist ein Familienroboter. Er reagiert auf Fragen, macht Fotos, erinnert an Termine, bestellt Essen und liest Geschichten vor. Bei all dem gibt er Menschen das Gefühl, das er ihnen nahe ist. Dazu sieht er auch noch putzig aus, wir ihr in dem Video unten sehen könnt.
"Ein Roboter, der mit dir in einer Wohnung lebt, Zugriff auf deinen Kalender und deine E-Mails hat, wird dich nach einiger Zeit sehr gut kennen und kann sich deinen Bedürfnissen anpassen."
Thomas Reintjes über den Familienroboter Jibo