Der Arbeitsbereich digitaler Assistenten ist äußerst gefährlich. Da hat sich schon so manch einer eine blutige Nase geholt…

Das Leben ist kompliziert genug, deshalb versucht der Mensch immer wieder nützliche Dinge zu erfinden, die es einfacher machen. Im Trend liegen die digitalen Helfer:

  • Facebook arbeitet zurzeit an "M" – einer Software, die auf Wunsch Tische in Restaurants reservieren, Reisen buchen, Termine machen und Geschenke aussuchen soll
  • Apple hat ja seit geraumer Zeit die Sprachsoftware Siri für seine iPhones
  • Google bietet Google Now
  • Windows 10 hat die Assistentin Cortana an Bord

Vermintes Gebiet

Digitale Assistenten haben es schwer. SEHR schwer...

Wenn Karl nervig an den Bildschirm klopfte, verursachte das bei vielen Menschen Schreikrämpfe: Eine animierte Büroklammer aus dem Hause Microsoft meldete sich und wollte den Nutzern bei ihren Office-Dokumenten helfen. Der vermutlich erste digitale Helfer überhaupt ging von 1997 bis 2007 Millionen Nutzern auf die Nerven.

"Ich hab’ mich hinterher überhaupt nicht mehr getraut, den Computer anzumachen. Karl hätte ja überall lauern können! Ich wollte doch einfach nur meine Ruhe!"
Anonymer Windows-Nutzer (möchte nicht erkannt werden)

Doch Ruhe gab Karl nie. Tippte der ahnungslose Computernutzer zu Beginn seines Dokuments zum Beispiel das Wort "Liebe" ein, rief das das kleine Helferlein sofort auf den Plan.

"Anscheinend möchten Sie einen Brief schreiben. Brauchen Sie Hilfe?"
Karl Klammer

Karl mühte sich unentgeltlich und ohne Unterlass. Der Lohn für seine Dienste: Spott und Häme. Im Netz und auch analog: Das Time Magazin kürte Karl Klammer unter die 50 schlechtesten Erfindungen aller Zeiten.

"Ich hab entdeckt: Hey, ich kann Karl Klammer auch ganz einfach wegklicken. Dann war Ruhe. Aber kurze Zeit später kam der Typ als Fahrrad verkleidet wieder angerollt!"
Windows-Nutzer

Hat die Klammer den Spott verdient?

Er wollte doch nur helfen! Unser Autor hat Karl in einer runtergekommenen WG in Berlin-Neukölln getroffen. Seit seinem Karriereende schlägt er sich unter dem Pseudonym Klaus Koma als DJ durch.

"Sie wollen anscheinend einen Beitrag über mich machen. Brauchen Sie Hilfe?"
Karl Klammer (im Ruhestand)