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Eine stille Nacht ist in diesem Jahr wohl nicht nur Heiligabend, sondern auch Silvester. Denn mit dem Lockdown kommen auch Einschränkungen für den Jahreswechsel: Keine Partys, kein Feuerwerk. Der Böller-Verkauf ist verboten. Ein paar Alternativen gibt es aber doch.

Die Silvesternacht ist wohl die lauteste und bunteste Nacht des Jahres. Eigentlich. Doch dieses Jahr dürfen wegen der Pandemie bundesweit keine Feuerwerkskörper verkauft werden, sondern nur Kleinstfeuerwerk - zum Beispiel Wunderkerzen oder Knallerbsen.

Feuerwerk zünden ist teilweise erlaubt

Wer noch Raketen und Böller aus dem letzten Jahr übrig hat, darf diese möglicherweise zünden - die Regelungen sind da von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Hamburg gibt es beispielsweise ein komplettes Böllerverbot, in München nur im Stadtkern. Auf dem eigenen Grundstück ist ein Feuerwerk erlaubt - vorausgesetzt, es liegt außerhalb der Verbotszone.

Fakt bleibt aber, dass es dieses Jahr sehr viel weniger Feuerwerk geben wird. Damit sollen die Krankenhäuser entlastet werden. Denn in der Silvesternacht gibt es die meisten Unfälle im Jahr.

"Ideen gibt es viele. Zum Beispiel von der Stadt Köln mit der Aktion "Licht an. Licht aus": Um Punkt Mitternacht sollen die Haushalte in Köln das Zimmerlicht für fünf Minuten immer wieder ein- und ausschalten."
Andi Noll, Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter

Alternativen zum Feuerwerk gibt es auch. Eine Idee aus Köln: Die Stadt ruft ihre Einwohner dazu auf, um Punkt Mitternacht das Zimmerlicht für fünf Minuten an- und auszuschalten. Unser Reporter Andi Noll findet die Idee etwas schräg.

Kostenloser Feuerwerks-Simulator auf dem PC

Besser sei da schon die Idee eines österreichischen Software-Entwicklers: Er hat seine Feuerwerksimulations-Software ins Netz gestellt. Damit kann jede und jeder ein eigenes Feuerwerk kreieren. Normalerweise nutzen Pyro-Techniker das Programm, um professionelle Licht-Shows zu planen - und bezahlen dafür. Bis zum 1.1.2021 funktioniert die Sache aber ausnahmsweise kostenlos.

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Die Software ist nicht neu - es gibt sie schon seit 11 Jahren. Für die kostenlose Nutzung hat sich der Entwickler entschieden, um möglichst vielen Menschen doch ein kleines Feuerwerk am Silvesterabend zu ermöglichen, wenn auch virtuell.

So real wie möglich

Die Software berücksichtigt übrigens die Physik, so dass nur Feuerwerk-Shows kreiert werden können, die es in der Realität so geben könnte. Für die digitale Lichtershow lässt sich ein beliebiger Hintergrund auswählen, zum Beispiel der Eiffelturm.

"Für einige Lampen, die sich per App steuern lassen, gibt es auch eine Feuerwerksfunktion."
Andi Noll, Deutschlandfunk Nova

Eine andere Möglichkeit für eine kleine Lichtshow seien Lampen, so Andi Noll, die sich mit einer App steuern lassen. Über die Feuerwerk-Funktion lässt sich ein Mini-Feuerwerk simulieren. Unser Reporter hat sich aber entschieden: Ihm gefällt die professionelle, virtuelle Lichtshow als Alternative zum echten Feuerwerk an Silvester am besten.