Ein Professor fordert die Zerschlagung von Facebook, Amazon & Co. Und Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg hinterlässt nach ihrem Auftritt ein wenig begeistertes Publikum. Aber es gab auch viel Optimismus auf der Medienkonferenz DLD.

Es war der erste öffentliche Vortrag von Geschäftsführerin Sheryl Sandberg, seitdem Facebook mit mehreren Skandalen im Rampenlicht steht. Doch das sonst so enthusiastische internationale Publikum der Digital Life Design Conference (DLD) reagierte nur verhalten auf ihre Worte.

Tech-Konzerne wie Facebook kamen schlecht weg

Zum 15. Mal hat Hubert Burda Media direkt im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos ein internationales Publikum aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien nach München eingeladen, um über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft zu debattieren. Ausgerechnet die großen Tech-Konzerne kamen dabei wenig gut weg. Da half auch der Auftritt von Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg nicht, bei dem sie vorgab, dass sich Facebook in den vergangenen zwei Jahren grundlegend verändert habe.

"Facebook wird immer noch von den gleichen Menschen geführt, die immer noch die gleichen Ideale und Einstellungen haben. Ich glaube weiter daran, dass es gut ist, die Menschen weltweit verbinden zu wollen. Aber ich bin empört, wie sie versagt haben, ihr System zu beherrschen."
David Kirkpatrick, Autor von "The Facebook-Effect"

Professor fordert Zerschlagung mächtiger Internetkonzerne

Aber auch die anderen großen Tech-Konzerne haben auf der DLD Kritik einstecken müssen. Der New Yorker Marketingprofessor Scott Galloway forderte sogar einen radikalen Schritt: Er will, dass Konzerne wie Google, Facebook und Amazon zerschlagen werden. 

"Die Internetkonzerne sind so mächtig geworden, dass sie wirkliche Innovation verhindern. Google, Facebook und Amazon sollten zerschlagen werden."
Professor Scott Gallowy, New York University

Doch es gab nicht nur Pessimismus auf der DLD, sondern auch viel Optimismus. Daniel Fiene und Vera Linß waren vor Ort und bringen in dieser Ausgabe unseres Medienmagazins zehn Dinge mit, die sich in Zukunft verändern werden.

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