US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump will provozieren, und das kann er ziemlich gut. Wer genug davon hat, kann ihn zumindest im Netz rausfiltern. Auch für die echte Trump-Präsenz gibt es Ideen.

Donald Trump ist nicht nur der bizarr-lustige Mann mit dem Toupet. Er ist auch ein möglicher US-Präsidentschaftskandidat. Populismus und derbe Sprüche sind ein Teil seiner Wahlkampfstrategie. Darin übertrumpft er sich selbst mit immer neuen rassistischen, sexistischen und anderen Knaller-Aussagen: So will er beispielsweise eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten und er fordert ein Einreiseverbot für Muslime in die USA. Gerade rechtzeitig kommt da der Trump-Blocker: Die iPhone-App blockiert alle Seiten mit Trump-Inhalt.

"Donald J. Trump ist calling for a total and complete shutdown of muslims entering the US until our countries representatives can figure out, what is going on."
Donald Trump, geht als US-Präsidentschaftskandidat ins Rennen (und spricht von sich in der dritten Person).

Eine andere Taktik fährt die Chrome-Browser-Erweiterung Trumpweb. Auf Seiten, die "trumpyfied" wurden, wird Trumps Name mit einer wirklich kruden Aussage von ihm ergänzt. Das funktioniert ohne Übertreibungen, seine Thesen sind oft schon abgedreht genug und voll von Verschwörungstheorien und Halbwahrheiten. Das macht sich auch die Twitter-Aktion unter dem Hashtag #Trumpfacts zu Nutze. Hier persiflieren vor allem Briten seine bisherigen Aussagen. Zum Beispiel indem sie ein passendes Bild zu seinen Zitaten suchen.

Vielleicht sind diese Netzideen ja eine Antwort auf Trumps Ideen, einen Teil des Internets dicht zu machen, um so Propaganda des IS zu verhindern. Dass das schwierig wird, weiß jeder, der weiß, wie das Internet funktioniert. Vom Freiheitsgedanken mal ganz abgesehen.

Petition gegen Trump

Es gibt aber auch ernsthafte Versuche, etwas gegen Trump zu unternehmen. In Großbritannien läuft eine Online-Petition, die Trump die Einreise auf die Insel verbieten will. Sie beruft sich darauf, dass islamistischen Hasspredigern oder auch Vertretern des Ku Klux Klans die Einreise verweigert wird. Vize-Premier George Osborne äußerte sich, dass ein Verbot zunächst nicht in Frage komme. Allerdings können Petitionen, die 100.000 Unterschriften und mehr erreichen, auch im britischen Parlament debattiert werden. Und die Petition gegen Trump hat schon mehr als 400.000 Teilnehmer.

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