Arnold ist eine Künstliche Intelligenz und soll der beste Doom-Spieler überhaupt sein. Er lernt beim Shooter-Spielen laufend dazu.

Was Arnold kann, können Gegner im Video- und Computerspiel eigentlich nicht (in diesem Maße): Er lernt durchs Spielen dazu. Das heißt, er wird immer besser darin, durch die Doom-Gänge zu rennen, Waffen aufzusammeln, Gegner anzuvisieren und abzuschießen. Dabei schummelt Arnold nicht, so wie es Künstliche Intelligenzen im Game sonst oft tun: Er kann nicht durch Wände schauen, hat keine übermenschlichen Fähigkeiten - er ist einfach nur verdammt gut.

Zwei Studenten der Carnegie Mellon University haben die Künstliche Intelligenz Arnold so programmiert, dass seine Eigenschaften denen eines Menschen gleichen.

"Für jeden Treffer oder auch für eine gesammelte Waffe gab es für die KIeine Belohnung", erklärt DRadio-Wissen-Reporter Andreas Noll das Arnold-Prinzip. So trainiert die KI das Kämpfen und Bewegen in der 3D-Welt von Doom.

"Irgendwann bewegt sich der Computer - wenn man das Wort hier verwenden will - virtuos durch die Welten."
Andreas Noll, DRadio Wissen

Rein technisch ist es denkbar, den selbstlernenden Code auch für Roboter zu verwenden, die sich in der realen Welt bewegen. Und das ist für Kritiker ein gefundenes Fressen: Sie warnen vor dem Auftreten von Killerrobotern. Ob Arnold sich nun durch die künstlichen Welten von Doom ballert oder durch eine Kriegsregion, ist dem Programm erstmal egal.

Arnold soll kein Killerroboter werden

Das Unternehmen Boston Dynamics hat so einen Roboter - ohne Bewaffnung - bereits vorgestellt. Es ist keine Portierung des Arnold-Codes für Killerroboter geplant, sagt Andreas Noll. "Aber unmöglich scheint das alles nicht." Und so ist es wohl auch kein Zufall, dass Kritiker sogar so weit gehen wollen, das KI-System zu hacken, um ihre Auswirkungen transparenter zu machen.

Das Actionspiel Doom ist ein Klassiker. Darum geht's: Als Space Marine rennt der Spieler durch düstere Korridore, in seinen Weg stellen sich Untote, Dämonen, diverse Horrorgestalten aus der Hölle. Doom von der texanischen Firma id Software war nicht der erste 3D-Shooter. Aber er war mit Abstand der spannendste - und hat damals für hitzige Debatten um Killerspiele, Gewalt in Games und ihre Auswirkung auf Spieler gesorgt.

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