Klick, klick, klick. Auf Facebook, Twitter, Mails, Handy, Youtube. Aaaah, das schüttet Dopamin aus, das tut gut! Wir haben kein Problem, wir haben das unter Kontrolle. Oder? Hugh McGuire sieht das anders. Er war tief in seiner Digital-Dopamin-Abhängigkeit gefangen - befreite sich aber. Und ihr könnt das auch.

Das Dopamin fließt durch unser Hirn. Wir klicken hier, gucken uns schnell das Youtube-Video an, dort kommentieren wir den Tweet, schnell weiter zu Facebook und checken, was die Freunde treiben, oh, ein Artikel bei Spon, und Buzzfeed hat auch schon wieder 25 neue Katzenbilder gepostet und was machen eigentlich meine Mails und da piepst auch wieder das Handy? Hugh McGuire wollte das nicht mehr und hat darüber geschrieben: Können Bücher uns vor dem digitalen Totalschaden retten?

Bekenntnisse eines Dopmanin-Junkies

Hugh hat gemerkt, dass sein Hirn nicht mehr zur Ruhe kam. Er fand es immer schwieriger, sich überhaupt auf irgendetwas konzentrieren zu können. Mal ein Kapitel ganz lesen oder einen Song bis zum Ende hören, ist schwierig. Unser Hirn zieht das Netz dem Buch oder dem Song vor, denn jede neue Information führt dazu, dass unser Hirn Dopamin ausschüttet. Das ist eine Neurotransmitter, der dafür sorgt, dass wir uns gut fühlen.

"I’ve dedicated my life one way or another to books, I believe in them, yet, I wasn’t able to read them."

Hugh McGuire wollte wieder lesen können - und er hat es geschafft. Mit einem Fünf-Punkte-Plan hat er sich von seiner Digitaldroge verabschiedet:

  1. Kein Twitter, Facebook und keine Artikel mehr während der Arbeitszeit lesen
  2. Überhaupt keine zufällig gefundenen Artikel mehr lesen
  3. Fernsehen nach dem Essen ausmachen
  4. Stattdessen ins Bett gegangen und ein Buch gelesen
  5. Smartphone und Tablet aus dem Schlafzimmer verbannen

Hugh stellt fest, er lese wieder mehr Bücher als vor Jahren. Er habe wieder mehr Energie - auch wenn er seine digitale Dopamin-Abhängigkeit noch nicht ganz besiegt hat.

Redaktionelle Anmerkung: Jetzt, wo ihr den Artikel gelesen habt, teilt ihn! Auf Facebook, auf GooglePlus, auf Twitter, überall. Für eure Freunde. Für ihren nächsten Dopamin-Kick.