Jetzt wird offenbar auch noch mit Kakao gefeiert, in Berlin wird diesen Sommer auf mehreren Partys auf Kakao getanzt. DRadio-Wissen-Reporterin Steffi Rohde war auf einer dieser Partys. Und musste weinen.

Das kleine Festival am Waldsee beginnt mit einer Zeremonie. Sechzig Menschen stellen sich im Kreis auf. Die meisten sind in den 30ern. Einige Kinder sind auch da.

Und es gibt die Zeremonienmeisterin Meagan, die nicht nur vor Nebenwirkungen, sondern auch einem Kakao-Kater warnt. Es folgt eine gemeinsame Meditation und dann wird Kakao getrunken. Die ganze Schnupfsache, die durch die Medien ging, findet hier nicht statt und das war ohnehin ein Scherz.

Die Wirkung

Das, was nach dem Konsum mit Steffi geschieht, gehört auf jeden Fall nicht in die Kategorie Ekstase. Der Herzschlag erhöht sich ein wenig, die Muskeln entspannen und ihre Sinne sind geschärft. Sie fühlt sich offen, aufmerksam und sensibler. Und: Sie muss weinen. Zeremonienmeisterin Maegan erklärt Steffi dazu:

"Tendenziell fühlen sich viele sehr glücklich, aber es kann uns helfen, zu weinen, wenn angestaute Energie raus muss, daher kann man nie sagen: Mit Kakao fühlst du dich großartig, normalerweise fühlt man mehr, es verstärkt deine Gefühle.“
Meagan, Zeremonienmeisterin

Der Tag danach

Am folgenden Tag bemerkt Steffi eine subtile Müdigkeit. Tatsächlich ein Kakao-Kater? Oder doch ein Placebo-Effekt? So oder so hat der Konsum von Kakao einen körperlichen Effekt. Aber als Konsument muss man sich schon drauf einlassen.

Trend ist irgendwie anders

In Berlin gibt es bisher zwei Partyreihen in Sachen Kakao. Meagans Kakao-Lieferant spricht von einer gestiegenen Nachfrage. Und Meagan selbst war vor einer Woche auf Ibiza. Dort hat sie ein Kakao-Event mit amerikanischen Millionären in einem Design Hotel veranstaltet. Sicher ein Grund für einen steigenden Puls. Zumindest für Meagan und ihren Kakao-Lieferanten.