Wer zahlt eigentlich, wenn dir eine Drohne auf den Kopf fällt? Die private Haftpflichtversicherung greift meist nicht. Deshalb fordert das Unternehmen Allianz eine Versicherungspflicht. Ist das die Lösung?

Die Allianz Versicherung will, dass jede Drohnen registriert und jeder Drohnenbesitzer verpflichtet wird, eine Versicherung abzuschließen. Je nach Drohne können die Dinger nämlich durchaus Schaden anrichten. Nicht unbedingt die leichten Spielzeugdrohnen, die nur ein paar hundert Gramm wiegen, aber durchaus die schwereren Drohnen.

Eine Drohne darf bis zu fünf Kilogramm wiegen, sagt Tim Hoesmann vom Bundesverband der Copterpiloten. Fällt solch eine Drohne aus hundert Metern Höhe jemanden auf den Kopf, kann das richtig gefährlich werden. Solch ein Unfall kostet den Piloten unter Umständen viel Geld. Neben Personen- sind natürlich auch Sachschäden möglich.

Private Haftpflicht reicht nicht

Denkt ihr jetzt, die private Haftpflichtversicherung müsste da doch greifen, liegt ihr leider falsch. Bei Unfällen mit der Drohne hilft diese Versicherung meist nicht und die Versicherungen lehnen die Übernahme des Schadens ab. Bestimmte Risiken schließen die Versicherungen aus. Vergleichbar ist das mit der Nutzung eines Autos: Dafür braucht ihr eine extra Autoversicherung, die private Haftpflichtversicherung greift beim Pkw auch nicht.

Eine extra Drohnenversicherung würde alle Unfallschäden abdecken. Auch die Schäden an der Drohne selbst nach einem Unfall. Nicht ganz unwichtig, denn die Drohnen kosten teils mehrere tausend Euro.

"Ich bin durchaus ein Freund einer Versicherungspflicht für Drohnen vielleicht ab 800 Gramm. Auch um den Wildwuchs mit Drohnen, den wir im Augenblick beobachten, ein bisschen einzudämmen."

Aber auch die beste Drohnenversicherung deckt nicht alles ab. Zum Beispiel, wenn man sich nicht an geltendes Recht hält. Dazu gehört, nicht höher als hundert Meter zu fliegen.

Ebenso: Nicht näher als anderthalb Kilometer an den Flughafen ran. Zerstört eine Drohne das Triebwerk eines Flugzeuges, kann das einen Schaden von mindestens zehn Millionen Euro bedeuten. Das wird die Versicherung wohl kaum übernehmen wollen.