In Afrika hat es so wenig geregnet wie in Jahrzehnten nicht. Mehrere Länder betrifft das ganz konkret: Das Trinkwasser geht aus, auf den Feldern wächst nichts. Ohne Hilfsorganisationen würden Menschen verhungern.

Im Osten und Süden Afrikas sind laut der Hilfsorganisation Care aktuell 14 Millionen Menschen vom Hunger bedroht. Schon im November hatten die Vereinten Nationen gewarnt: Das Wetterphänomen El Niño fällt in diesem Jahr besonders heftig aus. So ist es gekommen: Zurzeit leiden Äthiopien, Südafrika, Mosambik, Malawi und andere Länder unter schwerer Dürre. In Simbabwe wurde am Freitag für einige Teile des Landes der Notstand ausgerufen. Trinkwasser muss teilweise mit Tanklastern hergebracht werden.

"Landwirte können es nicht glauben, wie lange es nicht geregnet hat."
Jan-Philippe Schlüter, DRadio-Wissen-Korrespondent Südafrika

Obwohl El Niño und die damit verbundene Dürre in gewisser Weise vorherzusagen waren: Es war nicht allen klar, dass die Dürre so heftig ausfallen würde und es so wenig regnet. "Ich habe mit Landwirten gesprochen, die es kaum glauben konnten, wie lange es nicht geregnet hat", sagt Jan-Philippe Schlüter, DRadio-Wissen-Korrespondent in Südafrika.

Hinzu kommt: Manche Länder sind arm, haben eine schlechte Infrastruktur. Sie haben kaum Möglichkeiten sich auf eine Dürre einzustellen - selbst wenn sie wissen, dass eine kommt.

Wasser per LKW

In ländlichen Gebieten besonders armer Länder wie Malawi, Sambia und Simbabwe sind die Folgen der Dürre für die Menschen lebensbedrohlich. Trinkwasser wird - im besseren Fall - von Hilfsorganisationen mit Tanklastern angefahren. Im schlechteren gibt es einfach keins. Felder vertrocknen, machen den Anbau von Lebensmitteln unmöglich. Das trifft besonders die Menschen, die Subsistenzwirtschaft betreiben, also nur Nahrung für den eigenen Bedarf anbauen (können).

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