Das Internetauktionshaus Ebay wird 20. Höchste Zeit, noch mal die alten, kuriosen Geschichten auszupacken. Vom Papstgolf über halbe Autos bis zu dem Mann, der gleich sein ganzes Leben versteigert hat.

Eigentlich geht es bei Ebay darum, seinen Krempel loszuwerden. Meistbietend versteht sich. Dabei funktioniert auch hier natürlich geschicktes Marketing. Besonders gut laufen Artikel, die eine besondere Geschichte haben. Wie der Papstgolf zum Beispiel. Oder der Opel Corsa, der im Sommer 2015 halbiert versteigert werden sollte.

Grund war ein Scheidungsstreit. Weil seine Frau ihn verlassen hatte und von allem die Hälfte wollte, zersägte ein Mann kurzerhand das gemeinsame Auto. Auch den Flachbildfernseher, das Telefon und andere Dinge vielen der Halbierungswut des Mannes zum Opfer. Ein Video auf Youtube gab's auch dazu. Allerdings stellt sich am Ende raus: Das Ganze war Werbung für einen Anwaltverein.

Leben versteigert, Insel bekommen

Kurios sind die Fälle, in denen Menschen sich selbst versteigern. Eine 18-jährige Ungarin zum Beispiel wollte ihre Jungfräulichkeit versteigern, um ihr Studium und die Schulden ihrer Eltern bezahlen zu können. Die Auktion wurde allerdings von Ebay gestoppt.

Anders die Auktion des Australiers Ian Usher. Der hat nach der Trennung von seiner Frau sein ganzes Leben versteigert: sein Haus, Auto, Jet Ski, Motorrad, Möbel - sogar seinen Job und seine Freunde. Danach ist er erst einmal 100 Wochen um die Welt gereist, hat dann kurz in Kanada ein Buch geschrieben und ist heute Inselbesitzer. Neue Flamme inklusive.

Gute Idee, viel Konkurrenz

Angefangen hat Ebay vor 20 Jahren als Pierre Omidyar eine Plattform erfunden hat, auf der man ganz einfach Dinge kaufen und verkaufen konnte. Der erste Artikel, der damals einen neuen Besitzer fand: ein kaputter Laserpointer für 14,50 Dollar. Damals hieß Ebay noch Auctionweb.

Korrespondentin Katharina Wilhem über die aktuelle Entwicklung von Ebay
"Nicht mehr alle Menschen haben Lust auf ein Auktionsende zu warten. Wenn ich meine Bücher oder CDs verkaufen möchte, gibt es mittlerweile viele Plattformen, die mir das als Gesamtpaket abkaufen."

Heute ist es ein bisschen ruhiger geworden um Ebay. Das Unternehmen hat in diesem Jahr bereits viele Mitarbeiter entlassen müssen.

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