Videokameras, Radar und 300 Wachtürme - ein "virtueller Grenzzaun" soll die Grenze zwischen Mexiko und Arizona sichern. Das ist der Plan von US-Senator Bob Worsley. Die Bilder der Kameras sollen ins Netz geladen werden, so dass dann jeder sehen kann, was an der Grenze vor sich geht.

"Since we have to burden 50% of human and drug trafficking on the US border with Mexico, it's our right to verify whether or not the federal government is in fact accurate on their border security claims".
Bob Worsley, US-Senator

Die Grenze ist nicht sicher, meint Bob Worley, und dagegen will er etwas unternehmen. Zu viele illegale Einwanderer, zu viele Drogengeschäfte kommen laut Worsley über die Grenze von Mexiko nach Arizona. US-Senator Worsley will deshalb einen virtuellen Grenzzaun errichten - mit 300 Wachtürmen, die den Grenzstreifen mit Kameras und Radar überwachen. Das Ganze soll weniger kosten als eine High-School, so Worsley.

"It is very inexpensive: 30 million dollars, less than the cost of a high school. We could deploy a virtual fence, and be able to verify whether or not the border is secure".
Bob Worsley, US-Senator

Künftig sollen alle sehen können, was an der Grenze vor sich geht: Die Bilder der Videokameras sollen im Internet veröffentlicht werden. Menschen werden auf jeden Fall gebraucht, um sich die Videos anzusehen und eventuell einzugreifen. Geschossen werden soll von den Wachtürmen in Arizona aber nicht, versichert Worsley. Ob sein Projekt überhaupt umgesetzt wird, muss jetzt aber noch von Senat, Repräsentantenhaus und dem Gouverneur in Arizona entschieden werden.

Vorgängerprojekt gescheitert

2011 hatte die Obama-Administration ein ähnliches Projekt gestoppt. Eine Milliarde Dollar war bereits in den virtuellen Zaun gesteckt worden, bis die Regierung merkte, dass die virtuelle Grenze zu teuer war und viel zu wenig Erfolg zeigte.