Die Filmemacherin Corinna Belz hat sich einen verdammt harten Brocken ausgesucht: Über vier Jahre lang hat sie immer wieder den österreichischen Schriftsteller Peter Handke in seinem Haus in Frankreich aufgesucht - und konnte ihn von der Sinnhaftigkeit eines Dokumentarfilms über ihn überzeugen.

Peter Handke ist eine der letzten, verbliebenen, deutschsprachigen Künstler-Legenden. Der österreichische Schriftsteller hat Ausnahme-Bücher wie "Publikumsbeschimpfung", "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" oder "Der Himmel über Berlin" geschrieben, wurde im Laufe seines 74-jährigen Lebens mit Literatur-Preisen überhäuft. Jetzt startet die Doku "Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte" im Kino.

Die deutsche Filmemacherin Corinna Belz hat es geschafft, Peter Handke von sich zu überzeugen. Vier lange Jahre ist Corinna immer wieder nach Frankreich gereist, um sich mit Handke in dessen zugerümpelten und maximal analogen Haus am Waldrand zu treffen. Diesem Refugium voller Papier und Stifte, in dem Handke lebt, arbeitet, denkt, stickt und atmet. Ein - und wieder aus. Und dann schreibt. Das Ergebnis ist ein Film der diesem außergewöhnlichen Schriftsteller näher kommt als alles, was man zuvor über Peter Handke sehen konnte. Wie ihr dieses Kunststück gelungen ist, erzählt uns Corinna Belz in der Sendung.

Jack-Reacher-Fortsetzung

Ein anderer Besuch kommt aus Hollywood zu uns: Regisseur Edward Zwick ist ab Donnerstag mit der "Jack Reacher"-Fortsetzung "Kein Weg zurück" im Kino. Ihn haben wir in Berlin zusammen mit seinem Hauptdarsteller Tom Cruise getroffen. Der mag oft wie ein merkwürdig anmutendes "Hollywood-Grinse-Konstrukt" wirken, stellt sich aber bei jedem Treffen als extrem freundlicher, bodenständiger und Fan-orientierter Mensch heraus.

Außerdem neu im Kino ist diese Woche "Café Society", der neueste Film von Autorenfilm-Legende Woody Allen. Im Mai war er der Eröffnungsfilm der Festspiele von Cannes, jetzt startet die Komödie über die junge Hollywood-Branche der 30er Jahre in den Kinos. Ein Film, wie zuletzt alle vom Großmeister, mit dem feinfühlig spitzen Humor verschiedenster Liebes-Tumulte in einem Dickicht aus Sex & Crime. Kein Herausragender, aber immer noch ein sehr sehenswerter Oldschool-Film.