Egal ob in der Musik oder bei Filmen: "Independent" will uns sagen, da hat jemand was auf eigene Faust gemacht, unabhängig von Konzernen, die einem reinreden. Dann wird der Song oder der Film am Ende doch oft über ein "Indie Label" veröffentlicht - aber ist das dann noch wirklich unabhängig? Unsere Gäste Lavinia Wilson und Barnaby Metschurat bringen "Hey Bunny" diese Woche ganz ohne fremde Hilfe ins Kino.

Seit einigen Jahren leben die Schauspieler Lavinia Wilson und Barnaby Metschurat als Paar in Berlin. Sie haben zwei gemeinsame Kinder und inzwischen mehr als 100 Kino- und Fernsehfilme gedreht. Jetzt haben sie die Fesseln von Verleihern, Redaktionen und Sendern abgelegt und gesagt: Wir drehen unseren ganz eigenen Film - mit unseren eigenen Autoren, Produzenten, Regisseuren und Darstellern, finanziert mit unserem ganz eigenen Geld. Independent im wahrsten Sinn des Wortes. 

Glückshormone und Weltverbesserer

Dabei ist die durchgeknallte Gesellschaftskomödie "Hey Bunny" herausgekommen - eine Hommage an wilde Weltverbesserungsfantasien und den gepflegten Zynismus im Umgang miteinander. Gleichzeitig ist es eine bittersüße Abrechnung mit beidem. Lavinia als Wissenschaftlerin im Tierversuchslabor, die versucht, aus Kaninchen das "Glückshormon" zu extrahieren, Barnaby als Ex-Hacker und IT-Sicherheits-Nerd, der die Rechner des Labors gegen Angriffe schützen soll. Wogegen sich die beiden nicht schützen können, ist, wie sie aneinander rasseln. Glückshormone lassen da auf sich warten.

Wir sprechen mit Lavinia und Barnaby über ihr gemeinsames, drittes Kind, über "Hey Bunny". Über echtes Independent-Kino und wie man damit in der Filmlandschaft bestehen, oder nicht bestehen kann. 

Anleitung zum Onanieren vor der Kamera

Außerdem freuen wir uns über einen weiteren Gast: Fahri Yardim. Wie schon im ersten Teil hat er auch in "Guardians Of The Galaxy - Vol 2" wieder dem Alien-Waschbär Rocket seine Stimme geliehen, wir gucken gemeinsam rein in das neueste Marvel-Abenteuer und sprechen mit Fahri übers Sprechen und - in Bezug auf seine frisch ausgezeichnete Serie "Jerks" - auch über Anleitungen zur Onanie für minderjährige Schauspielkollegen vor laufender Kamera.