Regie-Urgestein Ridley Scott macht immer noch alles selbst. In Eine Stunde Film sprechen wir mit dem Mann hinter Klassikern wie "Alien" und "Blade Runner", der mit 77 gerade den nächsten Blockbuster rausgehauen hat: "Der Marsianer".

Der britische Regisseur Ridley Scott hat mit seinen 77 Jahren schon alles erlebt. Er hat Klassiker wie "Alien" und "Blade Runner" erschaffen, den Oscar für "Gladiator" und mieseste Kritiken für "Prometheus" bekommen. Aber er hat immer alles selbst gemacht, hat er uns erzählt, auch bei seinem neuen Science-Fiction-Blockbuster "Der Marsianer". Wo er das alles gelernt hat? In der Werbung. Denn Ridley Scott war schon 40, als er seinen ersten Kinofilm gedreht hat. Und die Zeit, in der er Werbefilme gedreht hat, will er nicht missen. Ridely Scott ist heute Abend unser Gast.

"Als ich in der Werbeindustrie gearbeitet habe, war das ein bisschen wie das Internet heute. Die Werbeindustrie hatte sich gerade erst selbst entdeckt. Ich habe unter anderem einen Apple-Spot für Steve Jobs gedreht. Das war meine Filmschule."
Ridley Scott

Und er ist nicht der einzige: Donnerstag startet "Black Mass" in den Kinos, in dem Johnny Depp James J. Bulger spielt, einen der berühmtesten Mafiabosse der amerikanischen Geschichte. Johnny Depp mit Halbglatze und stahlblauen Augen am Ende gar als Oscar-Nominierter? Anna Wollner hat ihn getroffen und mit ihm über "Nicht-Jack-Sparrow-Rollen" gesprochen.

In "American Ultra - Kiffende Killermaschinen" spielt Jesse Eisenberg den permanent zugedröhnten Mike, der sich gerade alles mit seiner absoluten Traumfrau Phoebe (Kristen Stewart) versaut - weil er alles verpeilt. Bis Mike völlig überraschend auf ein Killer-Kommando trifft, das ihn ebenso völlig überraschend auslöschen will und der kleine Kiffer immer noch völlig überraschend auf unnatürliche Art und Weise über sich hinauswächst. Ein Film von "Project X"-Regisseur Nima Nourizadeh: genau so absurd witzig, durch geknallt und "Over the Edge", und mit zwei wieder mal perfekt miteinander harmonierenden Hauptdarstellern Eisenberg und Stewart.

Außerdem werfen wir einen Blick in "Hockney", den Dokumentarfilm über den gleichnamigen, bedeutenden britischen Pop-Art-Künstler David Hockney. Der ist nicht nur genauso alt wie unser Eingangs-Gast Ridley Scott, sondern hat sogar mal einige Zeit mit ihm zusammen in London studiert. Scott wurde Regielegende, Hockney wurde Kunstlegende und jetzt auch spannend verfilmt.