Fatih Akins "Tschick", die Verfilmung von Wolfgang Herrndorfs Bestseller, war nicht mal so eben produziert: Akin musste mit einer kurzen Vorbereitungszeit und unerfahrenen Darstellern klarkommen. Außerdem in Eine Stunde Film: Das Abtreibungs-Drama "24 Wochen" und "LenaLove" zum Thema Cyber-Mobbing.

Fatih Akin kennt widrige Umstände beim Filmemachen, nicht zuletzt von seinem vorherigen Film "The Cut", einem Historien-Drama über den Völkermord an den Armeniern 1915/16. Über dieses Thema haben wir genauso gesprochen wie über die Widrigkeiten einer Bestseller-Verfilmung, die harte Auflagen hatte.

"Ich habe 'Tschick' erstmals 2011 gelesen nach der Frankfurter Buchmesse. Nachdem ich die Hälfte gelesen hatte, habe ich bei Rowohlt angerufen und gesagt, dass ich das gerne verfilmen würde."
Fatih Akin

Neu im Kino ist "24 Wochen", ein Abtreibungs-Drama von der diesjährigen Berlinale, das man nicht mal eben entspannt auf dem Sofa guckt. Julia Jentsch und Bjarne Mädel spielen als Hauptrollen die Eltern, das mit einer Spätabtreibung eines Fötus hadert, das zu einem Kind mit Behinderung heranwachsen wird. Ein Film, der einfühlsam und dabei ungewohnt schonungslos und offen mit dem heiklen Thema umgeht. Ohne moralischen Zeigefinger und Schuldzuweiseungen.

Außerdem startet diese Woche auch "LenaLove", ein neuer Film zum Thema Cyber-Mobbing. Lena (Emilia Schüle) wird von ihrer ehemals besten Freundin Nicole in einem Sozialen Netzwerk gemobbt - angeheizt von Nicoles neuer bester Freundin, die Lena loswerden will. Dabei überschreiten nicht nur die Mädels, sondern auch die involvierten Eltern sämtliche Grenzen.