1772 verschwindet Polen von der Landkarte. Das Land wird aufgeteilt wie ein Kuchen - zwischen dem preußischen König, der russischen Zarin und der Herzogin von Österreich.

Es war die erste von drei Teilungen Polens bis 1795. Der preußische König Friedrich II., die russischen Zarin Katharina und Österreichs Erzherzogin und Königin von Ungarn und Böhmen Maria Theresia hatten mit jeweils unterschiedlichen "Begründungen" beschlossen, Polen unter sich aufzuteilen. 

Es ging einerseits um Landraub, andererseits um die Festigung der eigenen Großmachtansprüche der drei Länder. Polen verschwand bis zum Wiener Kongress 1815 von der Landkarte. 

Das Zerren um Polen

Auch danach war das so genannte Kongresspolen als Königreich Polen in Personalunion mit dem russischen Zarenreich verbunden, es genoss aber eine weitgehende Autonomie.

Auf die erste Teilung Polens folgten nationale Befreiungskämpfe sowie die Gegenmaßnahmen der Besatzer: eine verstärkte Germanisierung und Russifizierung in den annektierten Gebieten. Auch in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten lässt das Zerren um Polen die Bevölkerung nicht los.

Außerdem hört in Eine Stunde History:

  • Historiker Michael Müller zu den Gründen Preußens, Österreichs und Russland, Teile von Polen zu annektieren.
  • Anja Ströbel über die weiteren Teilungen Polens bis zum Wiener Kongress 1815
  • Florian Kellermann dazu, wie die Geschichte Polens die Politik der heutigen Regierung beeinflusst
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld schildert Aspekte der Geschichte Polens im 19. und 20. Jahrhundert