Sie marschieren wieder. Es ist CSD-Saison. In München zieht am Samstag (9.7.) die Parade der Schwulen, Lesben und Trans* durch die Innenstadt. Es folgen die Gay Prides in Frankfurt, Berlin, Stuttgart und Hamburg.

Dieses Jahr werden die Paraden vom Massaker von Orlando überschattet. Ein Attentäter hatte Mitte Juni 49 Menschen in einem Gay-Club getötet.

"Wir sind 49 Menschen, die jeweils ein Foto der 49 in Orlando getöteten Menschen tragen. Aus Solidarität mit allen Opfern von Trans- und Homophobie."
CSD-Parade-Teilnehmerin in Köln

Eine Stunde Liebe hat sich beim Kölner CSD umgehört, ob Orlando ein Einschnitt für die queere Community ist. Rita Braaz vom CSD München erläutert, inwieweit die Sicherheitsmaßnahmen erhöht wurden und warum der Schock so tief sitzt.

"Wir standen mit Freunden zusammen. Plötzlich gab es einen lauten Knall. Wir dachten sofort alle dasselbe. Ein Anschlag?! Zum Glück war es nur eine Lamettarakete."
Guido, CSD-Besucher

Hasso hat noch erlebt, wie es war, als Homosexualität verboten war. Er berichtet über seine Jugend in den 1960er- und 1970er-Jahren in Saarbrücken.

"Ich konnte ihn sehr gut riechen. Eine gute Basis für baldige sexuelle Taten."
Miri über ihr Date

Miri aus dem Ruhrgebiet sucht derzeit im Netz nach einem Typen. Sie erzählt im Liebestagebuch von ihrem Treffen mit einem Handwerker.