Eine Stunde Liebe und die Fail In Love Nights waren am 3. September in Hamburg. Wieder hat sich gezeigt, dass Trennungen nicht nur traurig sind, sondern auch befreiend sein können. Und es wurde deutlich, dass man über Emotionen nicht auf Sachebene reden kann.

Ahmed Mnissi hat eindrücklich beschrieben, wie er nach acht Monaten aus einer Beziehung zu einem Mann raus kam, die ihm nicht gut getan hatte. Im Publikum gab es viel Zuspruch für Ahmed, zwei Frauen erzählte von ihren ähnlichen Erfahrungen mit toxischen Beziehungen.

"Ich hatte lauter psychosomatische Probleme – Durchfall und Kopfschmerzen. Kaum hatte ich mich aus der toxischen Beziehung befreit, war alles weg."
Ahmed Mnissi, Make-up-Artist über seine Trennungserfahrung mit einem Narzissten

Hypnosetherapeut Peer Vollmer erzählte von einer Trennung, bei der er zunächst glaubte, dass sie der Eifersucht seiner Ex-Freundin geschuldet war. Durch Hypnose erkannte er aber, dass aufgrund einer schweren Kindheitserfahrung er es war, der die Dynamik der Eifersucht in seine Beziehung gebracht hatte.

"Mein Ex-Freund war zu feige sich von mir zu trennen. Ich musste für ihn sprechen. Das heißt, ich habe mich quasi von mir selbst getrennt."
Erika Ratcliffe, Comedian

Erika Ratcliffe ist bekannt für ihren Sarkasmus. Die japanische Österreicherin geht dahin, wo es weh tut. Gelacht wurde über Klitorisvergleiche, Trennungsgeschichten und Erikas Gabe den Sound des Satisfyer perfekt nachzuahmen.

Zum Schluss gab es Tipps von Paartherapeut Eric Hegmann, wie man in der Beziehung Auseinandersetzungen besser angehen kann.

"Auf der Sachebene kann man nicht über Emotionen reden. Das verstehen viele Paare nicht und diskutieren stundenlang über dreckige Socken, statt auf die emotionale Ebene zu gehen, um die es eigentlich geht."
Eric Hegmann, Paartherapeut