Ausgerechnet ein Startup aus den Niederlanden bringt deutsche Verlage an einen Tisch. Blendle bietet Zeitungsartikel auf Abruf. Ist endlich ein Bezahlmodell für Journalismus im Web gefunden? Eine Stunde Was mit Medien. Jeden Donnerstag ab 20 Uhr.

In den Niederlanden hat das Startup Blendle schon Erfolg: Nutzer laden ihren Account mit Geld auf und können im Browser durch aktuelle Tageszeitungen und Magazine schmökern. Entweder blättern sie virtuell durch die Zeitungen, oder durch Empfehlungen von Freunden oder vom Blendle-Team. Was für die Leser attraktiv ist: Sie bezahlen nur für Artikel, die sie tatsächlich lesen. Gefällt der Artikel nicht, können sie sogar das Geld zurück verlangen. Was für Verleger spannend ist: Sie legen die Preise für einen Artikel selbst fest und müssen nur 30 Prozent an Blendle abgeben.

Jetzt will Blendle auch in Deutschland durchstarten. Derzeit läuft bereits ein Beta-Test. Was spannend ist: Blendle hat bereits einen großen Teil deutscher Verlage für sich gewinnen können. Die Beta-Tester können bereits den Spiegel, die SZ oder die Süddeutsche Zeitung lesen. Aber auch Inhalte von regionalen Anbietern, wie die Osttühringer Zeitung oder der Rheinischen Post, sind dabei.

Flüchtlingscamps, Plasberg, Rundfunkgeschichte!

Außerdem Thema bei Daniel Fiene und Herr Pähler: Der DJV fordert ungehinderten Zugang für Journalisten zu Flüchtlingscamps, das Löschen einer Plasberg-Sendung sorgt weiter für Ärger und ein Blick auf ein Stück digitale Rundfunkgeschichte: Im Anschluss steigt auf DRadioWissen die deutsch-israelische Clubnacht.

Mischt euch ein!

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