Der tote Flüchtling, der gar nicht starb. Das entführte und missbrauchte Mädchen, welches weder entführt noch missbraucht wurde. Propaganda scheint Hochkonjunktur zu haben. Hintergründe ab 20 Uhr in Eine Stunde Was mit Medien.

Verschweigen deutsche Medien die Massenvergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens aus Berlin? Als das russische Fernsehen über den Fall berichtet, machte sich auch in Deutschland in sozialen Netzwerken Unmut breit. Die Berliner Behörden streiten ab. Eine Vergewaltigung und Entführung, wie in den russichen Medien behauptet, habe es nicht gegeben.

Die Skepsis im Netz ist groß. Doch damit ist der Fall noch nicht vom Tisch: So meldete sich der russische Außenminister Lawrow in dieser Woche zu Wort und kritisierte die deutschen Behörden scharf. Die Reaktion von Außenminister Steinmeier folgte und spätestens dann ist diese Geschichte zum Politikum geworden. Mechanismen von Propaganda sind eindeutig erkennbar.

Der Fall des 13-jährigen Mädchens ist nicht der einzige Fall, der Medien vor eine Herausforderung stellt. So sorgte am Mittwoch der Tod eines Flüchtlings für Schlagzeilen. Es stellte sich allerdings heraus, dass Helfer diese Geschichte erfunden hatten. Doch welche Motivationen stecken hinter diesen falschen Geschichten? Das klären wir in dieser Ausgabe des Medienmagazins.

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