Vom Pop-Dinosaurier zu jungen Teenager-Bands. Eine Stunde Musik zeigt: Wer Geschichten im Kopf und Musik im Herzen hat, braucht sich ums Alter manchmal keine Sorgen zu machen.

Eigentlich ist das SXSW in Austin/Texas ein Newcomer-Festival. Seit mittlerweile 30 Jahren spielen sich dort junge Bands um Kopf und Kragen und hoffen auf den großen Durchbruch. Dieses Jahr ist auch Iggy Pop dort aufgetaucht, seines Zeichens Pop-Dinosaurier und "Godfather of Punkrock".

Kurz vor seinem 69. Geburtstag hat Iggy zusammen mit Josh Homme von Queens of The Stone Age sein neues Album "Post Pop Depression" veröffentlicht. Der Titel klingt zwar erstmal nach einem nostalgischen Alterswerk - bei genauerem Hinhören merkt man aber: Iggy Pop hat weder seinen Humor verloren noch aufgehört, sich ernsthaft für Musik zu begeistern - egal, ob alt oder neu.

Während Iggy Pop damit rechnet, dass "Post Pop Depression" das letzte Album seines Lebens sein könnte, stehen The Goon Sax aus Australien noch ganz am Anfang ihrer Karriere. Ein Gitarrist, ein Bassist und eine Schlagzeugerin - Durchschnittsalter 17 - schreiben Songs über den Coming-Of-Age-Film, den sie "ihr Leben" nennen. Auf ihrem Debutalbum "Up To Anything" geht es viel ums Suchen - nach dem passenden Freund oder einer coolen Popstar-Frisur. Den richtigen Sound zwischen Jangle Pop und der Lässigkeit einer Courtney Barnett haben The Goon Sax aber schon längst gefunden.

Und dann sind da noch Liss, vier Teenager aus Dänemark. Auf ihrer neuen Single "Sorry" entschuldigen sie sich für alles, was sie nicht auf die Reihe kriegen, und haben dabei musikalisch alles richtig gemacht. Man kann sich fragen, wie es die vier schaffen, Pop, R&B und Elektro so elegant zu verzwirbeln. Man kann aber auch einfach immer wieder den Repeat-Knopf drücken und darauf hoffen, dass Liss auch bald mit einem Longplayer um die Ecke kommen.

Außerdem in Eine Stunde Musik: neue Songs von HÆLOS, Rukhsana Merrise und M83.