Für ihre Weirdness waren Yeasayer aus Brooklyn von Anfang an bekannt. Seit mittlerweile zehn Jahren experimentieren sie mit Rhythmen, Sounds und Songstrukturen. Ihr neues Album "Amen & Goodbye" klingt genauso ausgelassen wie geisterhaft.

Die Entstehungsgeschichte zum Album "Amen & Goodbye" von Yeasayer war eine Achterbahnfahrt. Für die Aufnahmen sind Yeasayer aus der großen Stadt ins idyllische Upstate New York geflohen. Dorthin, wo sich Ziegen und Bären gute Nacht sagen.

Als es bei einem Unwetter durchs Dach geregnet hat, wurde ein Großteil der analogen Aufnahmen zerstört - was die ohnehin experimentierfreudige Band aber nicht ernsthaft aus der Fassung bringen konnte. Mit den Resten haben Yeasayer weitergearbeitet, um dann im Song "Gerson’s Whistle" festzustellen: "Troublemakers make the world go round."

Vom Indiesound der Neuerfinder zum Rave der Melancholiker. Moderat, der Zusammenschluss der Berliner Elektro-Acts Modeselektor und Apparat, lassen es auch auf ihrem neuen Album "III" wieder knistern.

Wenn Sascha Ring alias Apparat singt, streichelt er die Seelen, während die Beats und Bässe alles andere vibrieren lassen. Ihr Sound klingt nach wie vor intim und persönlich - man möchte ihn in kleinen Clubs oder auf großen Kopfhörern hören. Live füllen Moderat mittlerweile aber die ganz großen Hallen - nicht nur in Deutschland.

Fast schon flüsterleise wird es dann bei Florian Boss alias Allie aus Berlin. Sein halbes Leben lang macht er schon Musik und liebt es auch mal laut. Als er in seinem Berliner WG-Zimmer gemerkt hat, dass er gar keine Band braucht, um Musik zu machen, hat er aber die leisen Töne für sich entdeckt - mit Akustikgitarre, Synthesizer und Drumpads. Ein Sound, der ihm unheimlich gut steht.

Außerdem in Eine Stunde Musik: neue Songs von Okta Logue, Trümmer und Elliphant.