Kübra Gümüşay gibt Hoffnung. Sie ist klug, reflektiert und zugewandt. Eine Stimme gegen das Chaos aus Vorurteilen, Rassismus und erschreckenden Wahlergebnissen. Darüber spricht sie mit Sven Preger in Eine Stunde Talk.

Die Ergebnisse der Landtagswahl, die Flüchtlings-Debatte oder die Kölner Silvesternacht. Alles in einen Topf werfen, mal gut umrühren, ein paar große Emotionen dazu und schon ist sie fertig die gesellschaftliche Klima-Erhitzung, eine explosive Mischung aus Angst, Rassismus und Anti-Feminismus.

"Wir lassen sexualisierte Gewalt nicht für Rassismus und Populismus instrumentalisieren."
Kübra Gümüşay, Aktivistin, Feministin, Bloggerin

Es ist Zeit für Orientierung. Und dringend notwendig, sich zu bekennen. Das macht Kübra Gümüşay. Mutig und unverdrossen. Nach der Kölner Silvester-Nacht hat sie zusammen mit anderen #ausnahmslos ins Leben gerufen. Hashtag, Erklärung und Bewegung in einem. Das Motto: Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer und überall.

"Dieser Tage denke ich: Manchmal stirbt die Hoffnung doch nicht zuletzt. Dann merke ich, dass sie noch lebt."
Kübra Gümüşay, Aktivistin, Feministin, Bloggerin

Das scheint in diesen Zeiten bitter notwendig zu sein. Gründe für die Bewegung gibt es genug. Das zeigen auch die aktuellen Landtags-Wahlergebnisse. Kübras aktueller Tweet vom 14. März dazu: "Kann sich jetzt bitte NICHT das ganze Land mit den hirnrissigen Ideen von AfD beschäftigen & stattdessen 1-2- Erklärbären hinschicken?" Wir werden es versuchen!

Ideen für eine besser Zukunft

Kübra ist Hamburgerin. Dort und in London hat sie Politik studiert. Seit 2012 lebt sie in Oxford. Für die taz hat sie lange die Kolumne Das Tuch geschrieben und von ihrem Alltag mit Kopftuch erzählt. Und in ihrem Blog Fremdwörterbuch schreibt sie bis heute über Feminismus, Rassismus und ihre Ideen für ein besseres Morgen.