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Jakob Augstein und Hans Leyendecker kommentieren die Glaubwürdigkeitsdebatte des Journalismus. Außerdem in "Eine Stunde Was mit Medien": Burdas Digitalkonferenz DLD, auf der es ebenfalls um das (verlorene) Vertrauen in die Medien ging.

Wie frei können Journalisten in Deutschland berichten? Bekommen sie interne Vorgaben, um einen gewissen Gesellschaftsbild zu entsprechen? Diese Vorwürfe werden derzeit intensiv debattiert. Befeuert wird die Debatte durch einige Zwischenfälle, welche Kritiker dankbar aufgreifen: Die späte Berichterstattung nach der Kölner Silvesternacht, das Ausladen der AfD-Politiker aus einer Wahlrunde, eine freie WDR-Journalistin die in einem Radiointerview Beeinflussung zunächst bestätigt und hinterher dementierte. Eine Branche wehrt sich. Journalisten beteuern: Eine explizite Beeinflussung findet nicht statt.

Doch wird die Berichterstattung implizit beeinflusst, indem Journalisten im vorauseilenden Gehorsam so berichten, wie es Verleger und Rundfunkräte erwarten? Der Verleger und Journalist Jakob Augstein und der Journalist Hans Leyendecker kommentieren das Thema in dieser Ausgabe "Eine Stunde Was mit Medien".

The Next Next

Um Glaubwürdigkeit der Medien ging es auch in dieser Woche bei der Konferenz DLD (Digital Life Design), die auf Einladung von Verleger Hubert Burda am Anfang der Woche in München stattgefunden hat. Das Motto "The Next Next" - die Suche nach dem nächsten großen Ding.

Für eine Kontroverse sorgte der Auftritt des Marken-Professors Scott Galloway aus New York. Seine Showeinlage dient als Vorlage für Branchen-Kritiker, die solche Veranstaltungen als Hype ohne Inhalt abtun.

Aber so einfach ist das nicht: Wenn die Köpfe von Instagram, Google, WhatsApp oder YouTube auf Journalisten aus verschiedenen Ländern treffen, dann ergeben sich in den Gesprächen viele spannende Details, wohin die Reise für Medienmacher geht. Daniel Fiene hat genauer hingehört und bringt einige überraschende Erkenntnisse mit.

Sorge um Twitter

Twitter ist vor allem unter Journalisten und News-Junkies beliebt. Allerdings machen sich viele Sorgen um die Zukunft des sozialen Netzwerks. Während Was-mit-Medien-Moderator Daniel Fiene vor einigen Tagen noch optimistisch war, hat Britta Weddeling, Silicon-Valley-Korrespondentin des Handelsblatts, ihre Zuversicht etwas verloren: Die Börsenkurse von Facebook, Apple und Twitter sind auf Talfahrt. Das deutet auf ein Ende der Phantasiebewertungen hin. Bei Twitter kommen aber noch ganz andere Probleme hinzu, über die wir in dieser Ausgabe reden.


Während der Sendung könnt ihr mit uns direkt und über unsere Moderatoren Herr Pähler und Daniel Fiene über Twitter kommunizieren.