Forscher haben in Ruanda eine Einkommensstatistik aus Handy-Daten ermittelt. Möglicherweise ein guter Weg, um in Entwicklungsländern an Wirtschafts-Daten zu kommen.

Statistiken über das Einkommen in Ruanda gibt es zwar, von der UNO oder der Weltbank zum Beispiel. Aber die wichen den Forschern zu häufig und zu drastisch von offiziellen Daten ab - teilweise um bis zu 50 Prozent. Also haben sie überlegt, wie sie an verlässliche Zahlen kommen und das geht gut über die Handydaten. Dazu wurden 1,5 Millionen Handynutzer und mehrere Milliarden Datensätze ein Jahr lang ausgewertet.

"Geschaut wurde: Wie oft jemand telefoniert und wie lange. Wie bewegen sich die Handynutzer, reisen sie viel?"
Raphael Krämer (DRadio Wissen)

Anhand der Auswertung lässt sich sehen, in welchen Regionen Armut herrscht, oder wo die Menschen recht viel Geld haben. Das kann prima genutzt werden, um Entwicklungshilfe zu planen und zu organisieren. Diese Form der Datenermittlung ist einfach und laut der Forscher präzise. Um das Einkommen der Menschen in Ruanda zu ermitteln, haben sie Rechensätze entwickelt. Für ihre Studie haben sie außerdem mit 800 Handybesitzern gesprochen, um eine Zusammenhang zwischen Handynutzung und Einkommen herstellen zu können.