Vorurteile sind heilbar. Und zwar im Schlaf. In Berlin testet ein Einsatzkommando an unfreiwilligen Probanden, ob das wirklich stimmt. Das Peng!-Lab ist live dabei.

Frauen sind schlecht in Mathe. Männer können nicht zuhören. In Berlin-Wedding sieht man gar keine blonden Kinder mehr!

Forscher treiben Probanden im Schlaf Vorurteile aus

Sexistische und rassistische Vorurteile sind ein ernst zu nehmendes Problem, das uns alle betrifft. Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, wie wir es in den Griff bekommen könnten. Sie haben nachgewiesen, dass man Vorurteile im Schlaf abbauen kann. DRadio Wissen hatte bereits darüber berichtet.

Die Forscher ließen ihre Probanden das Porträt eines Menschen mit einem Begriff verknüpfen, der nicht zu ihrem Vorurteil passte. Also zum Beispiel Frauen und Mathematik. Dazu erklang ein bestimmter Ton. Danach schliefen die Probanden 90 Minuten lang. Im Schlaf wurde ihnen der Ton immer wieder vorgespielt. Überraschenderweise hatten die Probanden nach dem Nickerchen weniger Vorurteile!

"Wir werden per Notruf alarmiert, wenn etwas vorgefallen ist. Dann rücken wir unverzüglich aus und stellen vor Ort erst einmal die Art des tendenziösen Denkmusters fest."
Die Einsatzleiterin des Sonderkommandos über die Aktion in Berlin

Um die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie zu testen, wurde in Berlin ein mobiles Einsatzkommando gegründet. Die Mitarbeiter identifizieren vorurteilsbeladene Individuen, überwältigen sie mit Anti-Vorurteils-Spray und treiben ihnen dann im Schlaf die Vorurteile aus. Peng!-Reporterin Dörte Fiedler berichtet live aus dem Berliner Stadtteil Wedding über die Aktion.

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